Kinder spielen mit Feuer und bereiten sich auf Zirkusshow vor

rnFerienspaß

Am Leo ist einiges los in dieser Woche. Kinder proben für ihren großen Auftritt am Samstag. Ein Blick hinter die Kulissen.

Hervest

, 24.07.2020, 18:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich bekommen Kinder von ihren Eltern ja eingetrichtert, dass sie nicht mit Feuer spielen dürfen. Beim Ferienspaß machen sie aber eine Ausnahme. Auf dem Gelände des Leo in Hervest lernen die Kinder in dieser Woche zirkusreife Tricks mit Flammen und anderen Utensilien.

Test in der Manege unter Hygienebedingungen

Selene (8) nimmt mutig den Stab in ihre Hände, der immerhin so lang ist wie sie groß. Über ihren Kopf wirbelt sie die Flammen über sich hinweg. Es ist der zweite Tag und die Kinder proben das erste Mal nicht bloß trocken, sondern mit angezündeten Fackeln.

Selene (8) hat keine Angst vor dem Fackelstab.

Selene (8) hat keine Angst vor dem Fackelstab. © Lydia Heuser

Corona-bedingt sind die einzelnen Workshops in Gruppen eingeteilt. Selena gehört zum Feuer- und Clown-Workshop, der gelben Gruppe. Sie bleibt mit den anderen Mitgliedern die gesamte Woche über zusammen. Im Zirkuszelt, wo alle am Nachmittag zusammenkommen, sitzen die einzelnen Gruppen getrennt voneinander. Die Sitze mit den gelben Sternen sind unter anderem für Selene, Dion (11) und Lyon (8) reserviert.

Die Angst vorm Feuer ist schnell verflogen

„Ich kannte hier vorher gar keinen“, erzählt Dion. Mit Luke (11) hat er sich aber gleich angefreundet, auch wenn es zwischendurch mal Streit gibt. Mit ihm wird er am Samstag die Feuernummer durchziehen. „Heute war der Stab viel heißer als gestern“, findet er, als er sich nach seiner Probe auf den Platz setzt. „Ja, stimmt. Obwohl wir den Stab nur in der Mitte festhalten dürfen“, wundert sich Luke.

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Zirkusproben am Leo

Ganz so locker wie die zwei Jungs sehen es längst nicht alle Feuerkünstler. „Wir müssen aufpassen, dass das Zelt nicht abbrennt“, gibt Chris angesichts der Flammen zu bedenken. „Keine Sorge. Wir haben Feuerlöscher und hier ist nichts entflammbar“, beruhigt Jacky Möller, die Leiterin des Leo.

Die Worte scheinen zu wirken, in der Manage performt Chris wie ein routinierter Showhase und schwingt den Stab vor sich in einer formvollendeten Acht. Das Publikum jubelt.

Am Samstag wird es ernst

„Das Wir-Gefühl ist trotzdem da“, freut sich Jacky Möller. Durch die Hygienemaßnahmen ist zwar einiges anders, als es vor Corona geplant war. Die Gruppen proben am Nachmittag aber auch im Zelt. „Wir müssen die Abläufe einstudieren, damit am Samstag alles klappt. Außerdem sollen sich die Kinder an die Manege gewöhnen.“

Johanna (9) gehört zur Gruppe, die am chinesischen Mast Kunststücke einstudiert, bis unters Zirkuszeltdach klettert sie mittlerweile hoch. Auch die anderen Mädels haben keine Scheu vor der Höhe. „Es ist anstrengend, aber schön“, meint Emily (14).

Noch bis Samstag üben die Kinder für die großen Shows am Samstag - Vorstellungen sind um 11 und um 14 Uhr. Neben den Feuertricks studiert die gelbe Gruppe noch Clownerie. „Teilweise ist es ein bisschen peinlich, sowas zu machen. Dafür bekommt man aber Applaus vom Publikum.“

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