Kindergartenplätze: Diese U3-Eltern bekommen in den nächsten Tagen Post von der Stadt

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Die Anmeldefrist für das Kindergartenjahr 2019/2020 ist abgelaufen. Die Stadt ermittelt derzeit den tatsächlichen Bedarf - aber es zeichnet sich schon ab, wo es eng wird.

Dorsten

, 22.02.2019, 19:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Da der Kita-Navigator erst zum Kindergartenjahr 2020/2021 in Dorsten eingeführt wird, gibt es auch in diesem Jahr wieder eine Reihe von Doppel- und Dreifachanmeldungen in den Kindertagesstätten, teilte Kämmerer Hubert Große-Ruiken in seiner Funktion als kommissarischer Sozialdezernent am Mittwochabend in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses mit. „Eltern melden ihre Kinder bei mehreren Einrichtungen an, aus Angst, keinen Platz zu bekommen“, weiß er. Deswegen sei die Verwaltung nach dem Ende der Anmeldefrist nun gerade dabei, den tatsächlichen Bedarf an Plätzen herauszufinden, sprich die Mehrfachanmeldungen ausfindig zu machen.

„Wir werden Mühe haben, alle Wünsche zu erfüllen“

„Es zeichnet sich ab, dass es eng wird und dass wir Mühe haben werden, alle Wünsche zu erfüllen. Wir sind guter Hoffnung, aber wir können nicht ausschließen, dass es die ein oder andere provisorische Maßnahme geben wird“, sagte Große-Ruiken ohne die genauen Zahlen schon bekannt geben zu können.

Bei den Ü3-Plätzen gehe man zum jetzigen Stand nicht von „großen Schwierigkeiten“ bei der Verteilung aus, sagte Jugendamtsleiter Stefan Breuer im Gespräch. Schwieriger ist die Betreuung der jüngeren Kinder: Die Eltern der U3-Kinder, die jetzt noch auf Wartelisten stehen, werden in den nächsten Tagen Post von der Stadt bekommen. „Darin fragen wir ab, ob sie den Platz tatsächlich zum 1. August benötigen oder nicht.“

Keinen Platz blockieren

Sicher sei: „Wer einen Platz braucht, der wird auch einen bekommen, denn darauf gibt es einen Rechtsanspruch“, sagte Große-Ruiken. „Aber es gibt keinen Anspruch auf Kita oder Tagespflege, also die Art der Betreuung, oder gar auf eine bestimmte Kita. Es gibt nur einen Anspruch auf Betreuung“, stellte Hubert Große-Ruiken klar.

Es sei wichtig, dass angemeldete Kinder, die zum 1. August doch keinen Platz brauchen, diesen nicht blockierten. Deswegen die Umfrage bei den Eltern. Aber Stefan Breuer weiß aus Erfahrung: „Auch danach werden wir nicht wissen, wie viele Plätze wir exakt zum 1. August brauchen werden. Das kann sich immer noch ändern.“

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