Das Central-Kino veranstaltet eine neue Mittwochs-Filmreihe für anspruchsvolle cineastische Werke. © Michael Klein
Central-Kino

Kino in Dorsten bekommt neue Mittwochs-Reihe für anspruchsvolle Filme

Die Abkürzung „BiK“ war viele Jahre ein Gütesiegel für qualitätsvolle Filme im Central-Kino in Dorsten. Jetzt gibt es ein neues Angebot für die Filmfreunde - mit Unterstützung der Stadt.

Jahrzehntelang war der Mittwoch ein Pflichttermin für die Kinofreunde, die in Dorsten anspruchsvolle Filme auf der Leinwand schauen wollten. Denn mittwochs war immer „BiK“-Tag im Central-Kino an der Borkener Straße. Zuerst war es die Abkürzung für „Bürgerinitiative Kino“, weil Dorstener Filmfans die Reihe ins Leben gerufen hatten, später dann das Kürzel für „Besonderes im Kino“.

Nun hat endgültig das letzte Stündchen für die BiK-Reihe geschlagen. Aber eine neue Abkürzung soll erneut zum Gütesiegel für qualitätsvolle Filme werden, die es normalerweise abseits einer Großstadt schwer haben. Denn eine Filmreihe namens „KoKi“ löst ab der kommenden Woche (27. Oktober) das BiK-Programm ab. Ebenfalls mittwochs in zwei Vorstellungen um 17.30 Uhr und 20 Uhr – die Filmfans müssen sich also terminlich nicht umstellen.

„Die neue Reihe soll Plattform für sogenanntes Arthouse-Kino werden“, sagt Janina Di Betta, Leiterin des Central-Kinos Dorsten. Dafür hat sich der Kinobetrieb Unterstützung ins Boot geholt. Denn „KoKi“ ist die Abkürzung für „Kommunales Kino“ – die Reihe wird nämlich von der Stadtagentur Dorsten gefördert, die den Programm-Flyer beisteuert.

„Gemeinsam wollen wir uns auf den Weg machen und auch Geheimtipps und Oscargewinner auf die Leinwand bringen“, sagt Stadtagentur-Leiterin Sabine Fischer. Vorbild dabei ist die KoKi-Reihe in der Schauburg in Buer. In diesem Schwester-Kino vom Central-Kino organisiert der gemeinsame Programm-Macher Stephan Zabka eine ähnliche Reihe für die Stadt Gelsenkirchen.

Mit
Mit „Goodbye Lenin“, dem Lieblingsfilm von Bürgermeister Tobias Stockhoff, beginnt die Koki-Filmreihe. © Verleih © Verleih

Das Dorstener KoKi-Programm wird dennoch anders sein als in Buer. Denn es soll unter monatlich wechselnden programmatischen Oberthemen stehen. Zum anderen sollen regelmäßig Gäste aus verschiedensten gesellschaftlichen Bereichen eine ausgewählte Vorstellung mit Vorträgen und Diskussionen im Kinosaal begleiten. Das italienische Restaurant „Die Sizilianer“ (Alleestraße) wird dabei (und einmal im Monat auch beim normalen „KoKi“-Programm) das Publikum bewirten.

Melancholische Komödie

Eröffnung der neuen Reihe ist am 27. Oktober (Mittwoch) – und zwar mit dem Lieblingsfilm von Dorstens Bürgermeister Tobias Stockhoff. Er wird die melancholische Komödie „Goodbye Lenin“ präsentieren – und erzählen, warum er den Film so sehr mag. Beginn ist um 20 Uhr.

Die nächsten KoKi-Filme im November, der unter dem Oberthema „Neuer Deutscher Film“ steht: der Polit-Thriller „Nahschuss“ (3. November), die Komödie „Die Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ (10. November), die Literaturverfilmung „Schachnovelle“ (17. November), der Doku-Film „Herr Bachmann und seine Klasse“ (24. November).

Im Dezember steht die „französische Kino-Leichtigkeit“ im Mittelpunkt. Startfilm ist „Der Rosengarten von Madame Vernet“ (1. Dezember).

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Geboren 1961 in Dorsten. Hier auch aufgewachsen und zur Schule gegangen. Nach erfolgreich abgebrochenem Studium in Münster und Marburg und lang-jährigem Aufenthalt in der Wahlheimat Bochum nach Dorsten zurückgekehrt. Jazz-Fan mit großem Interesse an kulturellen Themen und an der Stadtentwicklung Dorstens.
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Michael Klein