Kirchenstiftung unterstützt lebendige Gemeindearbeit

80.000 Euro-Erbschaft

HOLSTERHAUSEN Kurzfristig akute Haushaltslöcher stopfen? Oder mit dem Geld doch lieber langfristig etwas bewegen? Vor diese Fragen sah sich die Evangelische Kirchengemeinde Holsterhausen gestellt, als sie überraschend eine 80.000 Euro-Erbschaft erhielt. Die Antwort war schnell gefunden.

von Von Michael Klein

, 24.01.2010, 18:36 Uhr / Lesedauer: 1 min
Im Stiftungsrat (v.l.): Rainer Boden (Vorsitz), Heike Fleckenstein, Susanne Kogelboom und Pfarrer Andreas Deppermann.

Im Stiftungsrat (v.l.): Rainer Boden (Vorsitz), Heike Fleckenstein, Susanne Kogelboom und Pfarrer Andreas Deppermann.

Mit den Zinserträgen des Stiftungsvermögens, die durch Zustiftungen, Spenden oder Veranstaltungserlöse ergänzt werden können, soll in Zukunft die Gemeindearbeit finanziell unterfüttert werden. Aber auch christlich-kulturelle Angebote, diakonische Maßnahmen und der Erhalt sowie die Gestaltung von Kirchengebäuden stehen im Förderungskatalog. „Dem Wunsch des Erblassers entsprechend beschränkt sich die Unterstützung auf den Ortsteil Holsterhausen“, erläuterte Rainer Boden. Susanne Kogelboom vom Stiftungsrat warb anschließend um „helfende Hände“, die bei Veranstaltungen einspringen, aber auch um engagierte Mitstreiter, die im Unterstützerkreis mitwirken. Der trifft sich erstmalig am Sonntag, 31. Januar, um 11.30 Uhr nach dem Gottesdienst, um die ersten Projekte zu organisieren. Denn um weiteres Geld in die Stiftungskasse zu spülen, soll am 21. Juni ein großes Sommerkonzert mit Speisen- und Getränkeständen stattfinden. Heike Fleckenstein, die ebenfalls im Stiftungsrat sitzt, kündigte die Mitwirkenden an: Neben den Luther-Lerchen und dem Jugendchor der Gemeinde sollen jugendliche Instrumentalisten und Gruppen ein künstlerisch abwechslungsreiches Programm gestalten.

Der Erlös kommt dann dem ersten Vorhaben zu Gute, dem die Stiftung unter die Arme greifen will: „Ein Musical von Jugendlichen und für Jugendliche.“ Angestoßen und umgesetzt von den Musikern Niko Große-Gehling und Jörg Remmers, beide aus Holsterhausen, soll es im Jahr 2011 aufgeführt werden.

Lesen Sie jetzt