Kleine Bergbau-Kumpel bekommen in Dorsten als Ampelmännchen grünes Licht

rnBergbau-Ampeln

In Duisburg sorgte sie damit für eine Weltneuheit: Nun gab die gebürtige Dorstenerin Kathrin Hänig auch in der Lippestadt den Anstoß, dass im Straßenverkehr an den Bergbau erinnert wird.

Dorsten

, 22.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Ein kleiner Bergmann, den Helm trägt er auf dem Kopf, die Lampe in der Hand. Einmal ist er grün und geht einen Schritt nach vorne, ein anderes Mal ist er rot und steht mit ausgebreiteten Armen auf der Stelle. Dieses neue Ampelmännchen wird demnächst an zwei Hervester Fußgängerampeln zu sehen sein - und wohl auch in Holsterhausen.

Zuschüsse bewilligt

Die Hervest-Konferenz bewilligte auf ihrer Sitzung am Donnerstag im Bürgerzentrum „Das Leo“ das nötige Geld, damit die Stadt die Schablonen für die Bergmanns-Ampel in Auftrag geben kann.

Jeweils 500 Euro kosten die sogenannten „Masken“, die dann auf die beiden einzigen im städtischen Besitz befindlichen Hervester Ampeln an der Glück-Auf-Straße/Ecke Josefstraße sowie Glück-Auf-Straße/Ellerbruchstraße montiert werden. Der CDU-Ortsverband Hervest und der SPD-Ortsverein in Hervest übernehmen die vorgeschriebenen Eigenanteile in Höhe von jeweils zehn Prozent.

Leuchtende Grubenmännchen

Ein Jahr nach Ende des Bergbaus im Ruhrgebiet wird die Lippestadt dem Beispiel der Stadt Duisburg folgen. In beiden Kommunen geht die Initiative mit den leuchtenden Grubenmännchen am Straßenrand auf eine Idee der gebürtigen Dorstenerin Kathrin Hänig (geb. Migenda) zurück.

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Die in Duisburg lebende Journalistin ist als Tochter eines Dorstener Bergmanns im Stadtsfeld aufgewachsen und hatte Weihnachten 2016, als sie zu Besuch bei ihren Eltern in Dorsten war, eine Erleuchtung: „Ich sah die Bergmannslampe auf dem Kamin stehen und dachte, es wäre doch schön, wenn es ein Ampelmännchen gäbe, das aussieht wie ein Bergmann“, sagt sie. „Als Erinnerung an die Malocher-Kultur.“

Auch in Holsterhausen

Rechtlich, so erklärte Bürgermeister Tobais Stockhoff auf der Hervester-Konferenz, seien die Bergmanns-Ampeln mit der Straßenverkehrsordnung in Einklang zu bringen. Dort sei in der Verwaltungsvorschrift lediglich festgesetzt, dass ein „stehender (rot)“ oder „gehender (grün)“ Fußgänger als Sinnbild eingesetzt werden müssen. „Deshalb machen wir das jetzt in Dorsten einfach mal“, so Stockhoff, der sich solche Ampeln durchaus auch im Bergbau-Stadtteil Holsterhausen vorstellen könnte.

Drei Standorte möglich

Denn im Gegensatz zu Wulfen (dritter Kohle-Förderstandort in Dorsten) gibt es dort ebenfalls Verkehrsampeln im städtischen Besitz - und nur an denen dürfen die Folien angebracht werden. Die Stadtteilkonferenz in Holsterhausen wird sich auf ihrer Sitzung am 27. Juni, 19.30 Uhr, Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr (Heroldstraße) mit den drei möglichen Standorten Söltener Landweg/Friedrichstraße, Söltener Landweg/Heinrichstraße und Martin-Luther-Straße/Juliusstraße beschäftigen.

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