Ludwig Hötten-Löns und sein Enkel Hennes streikten für das Klima. © Lydia Heuser
Fridays for Future

Klimademo in Dorsten mit wenigen Teilnehmern

Dorsten machte am Freitag (25.9.) mit beim globalen Klimastreik. Nur wenige Menschen folgten dem Aufruf. Aus diesen Gründen machen sie mit.

Klimawandel jetzt und hier“, ruft Susanne Fraund in ihr Mikrofon. „Kein Grad mehr“, beenden die anderen Demoteilnehmer die Parole. 50 Teilnehmer hatten das Bündnis gegen Rechts und Fridays for Future laut Polizei angemeldet. Etwa 25 Bürger machten sich schätzungsweise auf den Weg durch die Innenstadt.

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Klimastreik

Deswegen streiken die Klimaschützer

Pünktlich um 10.30 Uhr gingen die Klimademonstranten los. Mit Mundschutz und Transparenten ausgestattet liefen sie entlang des Ost- und Südwalls, der Essener Straße, über den Markt und bis zum Südgraben. Dort versammelten sich die Klimaschützer. Unter ihnen sind Ludwig Hötten-Löns und sein 16 Monate alter Enkel Hennes. Im Kinderwagen schiebt der Großvater seinen Enkel vor sich her. „Ich bin für ihn hier, für die nachfolgenden Generationen“, erklärt er seine Teilnahme. „Es muss jetzt was passieren, ohne schmerzliche Einschnitte für uns wird es jedoch nicht gehen“, da ist er sich sicher.

„Die Klimakatastrophe ist das größte Ereignis, das uns in den nächsten Jahren ereilen wird“, prophezeit Ursula Marschalek. Sie hat am Vortag noch Handzettel an Schüler des Petrinums und des St.-Ursula-Gymnasiums verteilt. „Ich habe selten so viel Desinteresse erlebt“, gibt sie zu.

Nur wenige junge Menschen laufen am Freitag mit auf der Demo. Studentin Lisa Hermanns (27) ist eine von ihnen. „Ich vermisse die Schüler. Vielleicht wurde zu wenig Werbung im Internet gemacht“, nimmt sie an.

Über die Autorin
Volontärin
Geboren und aufgewachsen im Bergischen Land, fürs Studium ins Rheinland gezogen und schließlich das Ruhrgebiet lieben gelernt. Meine ersten journalistischen Schritte ging ich beim Remscheider General-Anzeiger als junge Studentin. Meine Wahlheimat Ruhrgebiet habe ich als freie Mitarbeiterin der WAZ schätzen gelernt. Das Ruhrgebiet erkunde ich am liebsten mit dem Rennrad oder als Reporterin.
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