Kloster-Hausrat fand reißenden Absatz

Ein ungewöhnlicher Flohmarkt

Die Verkaufstische in der St.-Ursula-Aula waren am Samstag (13.6.) gegen 13 Uhr schon ganz schön leer gefegt. Das sah am Morgen aber noch ganz anders aus.

Dorsten

, 14.06.2015, 13:44 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kloster-Hausrat fand reißenden Absatz

Beim Trödelmarkt im St.-Ursula-Kloster gingen am Samstag viele alte Schätzchen über den Ladentisch. Lehrer Michael Steentjes verhandelte mit den Interessenten wie ein echter Profi.

Überall im Raum verteilten sich Küchenutensilien und Mobiliar aus vergangen Zeiten, die beim Kloster-Flohmarkt zum Verkauf standen. "Es hat sich mal wieder gezeigt - in Dorsten leben echte Kenner", kommentierte Lehrer Michael Steentjes den leeren Verkaufsraum. Hunderte größere und kleinere Schätze hatten die Schwestern aus dem Kloster in den vergangenen Wochen aus den Kellern hervorgezaubert, um sie beim Kloster-Flohmarkt zu verkaufen.

"Mehr als zufrieden"

Obwohl der Verkauf erst um zehn Uhr beginnen sollte, sammelten sich schon eine halbe Stunde vorher die ersten Neugierigen vor der Tür. "Wir sind mehr als zufrieden", freute sich Schwester Raphaele. In den ersten zwei Stunden war der Andrang auf die verborgenen, alten Schätze so groß, dass Lehrer Steentjes mit den Verkaufsgesprächen gar nicht so schnell hinterherkam.

Er kümmerte sich hauptsächlich um den Verkauf der Möbel, die größtenteils aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts stammten. Ob Schreibtische, Schränke oder Regale, fast alle fanden in den ersten Stunden einen neuen Besitzer. Nur die massive Standuhr von 1930 war um 13 Uhr noch nicht verkauft: "Es gibt viele Interessenten, aber diese Uhr braucht eben auch seinen Platz", erklärte er.

Standuhr war ein Blickfang

Ein echter Blickfang. Zum Kauf konnten sich die Interessenten vorerst aber noch nicht durchringen. Auch wenn der Verkauf der Standuhr eher holperig lief, machte die Nachfrage nach den Küchenutensilien die Schwestern fast sprachlos: "Wir hätten niemals gedacht, dass unsere großen massiven Töpfe, die teilweise über 50 Liter fassen, so gut weggehen", sagte Schwester Raphaele.

Einige der Käufer verrieten, dass sie die alten Töpfe für den Garten zweckentfremden würden, andere Käufer wollen die großen Behälter aber wirklich für den ursprünglichen Zweck weiternutzen: "Es waren auch viele Vereine da, die bei großen Veranstaltungen oder beispielsweise in Ferienfreizeiten die Töpfe weiter benutzen wollen."

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