König ist der neue König

Kirchhellen Beim 221. Schuss war es endlich soweit. Nachdem die beiden Anwärter Sascha König und Thorsten Nüsgen genau eine Stunde lang auf den Vogel geschossen hatten, gab das Federvieh endlich auf.

16.07.2007, 18:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

Bereits einige Minuten vorher hatte das Publikum angefangen, Sprechchöre zu bilden und ihren Favoriten anzufeuern. "Sascha! Sascha!", schallte es über den ganzen Platz. Und er gab sich alle erdenkliche Mühe. Sein "Konkurrent" um den Thron, Thorsten Nüsgen, war sowieso am Mittelfinger gehandicapt und trug einen blauen Verband, was ihm das Schießen erschwerte. Deshalb ging er selbst nicht so oft ans Gewehr und letztlich war alles nur noch Formsache - wenn da nicht das widerspenstige Holztier gewesen wäre. Aber am Ende gibt jeder kluge Vogel nach, so natürlich auch diesmal. Die Freude beim neuen König Sascha König war riesig. Nach dem 221. Schuss schien er es selbst noch gar nicht realisiert zu haben, erst als die Menschenmasse um ihn herum in Jubel verfiel und alle ihn umarmten, fing er an zu strahlen.

Freudentränen

Kurzerhand nahmen ihn seine Schützenbrüder auf die Schulter und trugen ihn samt Vogel-Rest und Königskranz ins Zelt, wo er seine neue Königin und die Adjutanten bekannt gab. Nadine Nüsgen heißt seine Königin, die Frau des anderen Anwärters. Sie selbst war wesentlich schneller, was die Realisierung anging. Bereits als sie die Bühne betrat, weinte sie und konnte ihr Schluchzen selbst in den Armen "ihres" neuen Königs nicht unterdrücken.

Bei der Krönung gab es allerdings noch ein kleines Problem: Die Krone wollte nicht so sitzen, wie sie sollte. Hier noch eine Nadel und dort nochmal zurecht rücken - Nadine I. ließ alles tapfer über sich ergehen. Wer schön sein will, muss ja bekanntlich leiden. dzi

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