Kommunalwahl 2014: Tobias Stockhoff (CDU) tritt an

Bürgermeisteramt

Der CDU-Stadtverbandsvorstand will mit Parteichef Tobias Stockhoff als Bürgermeisterkandidat in den kommenden Kommunalwahlkampf ziehen.

Dorsten

von Von Michael Klein

, 27.11.2013, 16:55 Uhr / Lesedauer: 2 min
Nach dem Willen des CDU-Vorstands soll Stadtverbandsvorsitzender Tobias Stockhoff (4.v.r.) für die Christdemokraten als Spitzenkandidat in den kommenden Kommunalwahlkampf ziehen

Nach dem Willen des CDU-Vorstands soll Stadtverbandsvorsitzender Tobias Stockhoff (4.v.r.) für die Christdemokraten als Spitzenkandidat in den kommenden Kommunalwahlkampf ziehen

Bei einer gemeinsamen Sitzung von Stadtverbandsvorstand und Fraktion sprachen sich die Teilnehmer am Dienstagabend in geheimer Wahl einhellig für den 32-jährigen Physiker aus. Abstimmen durften jedoch nur die 31 anwesenden Vorstandsmitglieder. Ihr Votum: 29 Ja-Stimmen bei zwei Enthaltungen. Allerdings: Entscheiden muss die Parteibasis. Für den 2. Februar 2014 sind der CDU-Stadtparteitag und -Neujahrsempfang angesetzt, wo sich theoretisch auch noch Gegenkandidaten den Dorstener CDU-Mitgliedern stellen können.

Zwei weitere Bewerber Nachdem in der vergangenen Woche der bisherige Amtsinhaber Lambert Lütkenhorst überraschend verkündet hatte, bei der Wahl im Mai für eine weitere Legislaturperiode nicht mehr zur Verfügung stehen zu wollen, setzte die CDU-Spitze nach Angaben des Fraktionsvorsitzenden Bernd Schwane zunächst einmal eine "Funktionsträgerkonferenz" an. Auf dieser wurden die Namen zweier weitere potenzielle Bewerber genannt, deren Identität Schwane auf deren eigenen Wunsch am Mittwoch gegenüber der Öffentlichkeit nicht preisgeben wollte. Angesichts der Pro-Stockhoff-Stimmung hätten beide Anwärter ihre Kandidatur jedoch zurückgezogen. "Um das Vakuum zu füllen und Spekulationen zu vermeiden", habe man daraufhin für Dienstag das neuerliche Treffen angesetzt. "Dort gab es Pro- und Kontra-Diskussion, bei der Tobias Stockhoff nicht dabei gewesen ist", so Schwane.

Der Fraktionschef bezeichnete Stockhoff als "guten Kandidaten". Zwar sei er mit 32 Jahren noch "sehr jung", aber: "Man darf nicht immer von Verjüngung reden und dann nichts tun." Ein externer Kandidat sei nicht unbedingt eine bessere Option: "Eine Firma ist anders strukturiert, Verwaltung und Politik funktionieren nach eigenen Gesetzen."

Lütkenhorst hat sich herausgehalten Lambert Lütkenhorst erklärte, er habe sich als Amtsinhaber bewusst aus der Kandidatenfindung herausgehalten. "Alles andere hätte ein Geschmäckle gehabt." Dass Tobias Stockhoff in große Fußstapfen tritt, ist der CDU-Führung bewusst. "Er wird da hineinwachsen", ist Bernd Schwane sicher. "Ich hoffe, dass Lambert Lütkenhorst dabei weiter Ideen- und Ratgeber sein wird", ergänzte Tobias Stockhoff. Dem Parteichef ist klar, dass er künftig eine ganz andere, auch öffentliche Rolle einnehmen muss. "Wichtig ist es, bekannt zu werden", so der 32-jährige Wulfener. Zunächst will er sich den einzelnen CDU-Ortsverbänden persönlich vorstellen.

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