Konzert von „Swinging Church“ zugunsten der „Adventslichter“ sorgte für volle Kirche

Benefizkonzert

„Vom Himmel hoch“ - die Weihnachtsgeschichte neu vertont: Das, was der Gospelchor „Swinging Church“ am Sonntag in der St.-Nikolaus-Kirche darbot, sucht in diesen Tagen seinesgleichen.

von Gregor Rößmann

Dorsten

, 23.12.2019, 14:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das Benefizkonzert von "Swinging Church" zugunsten der Adventslichter-Aktion war schnell ausverkauft.

Das Benefizkonzert von "Swinging Church" zugunsten der Adventslichter-Aktion war schnell ausverkauft. © Gregor Rößmann

In wunderschöner, wechselnder Beleuchtung des Altarraums, der am Sonntag als Bühne fungierte, gingen die Sänger und Musiker in Position, und mit toll gesungenen Soli begann der erste Teil des dreigeteilt angelegten Auftritts.

Die Proben dauerten gut zwei Jahre

Gut zwei Jahre hatte Chorleiter Hans-Jürgen Gromann, oft mit Einzelgruppen, für das Konzert geprobt. Denn Solobeiträge von Siebo Linnenberg, Monika Noack, Hendrik Göppel, Udo Preckel (auch an der Gitarre), Rüdiger Stamm und natürlich seine eigenen Songs musste er als Komponist und Arrangeur sehr detailreich durchproben und dabei zog einige Zeit ins Land. „Nachdem ich samt Frau und Kind nun zwei Jahre im Frühjahr, zu Ostern, im Sommer und Herbst mit Weihnachtsmusik beschäftigt war, möge man uns verzeihen, dass während der Weihnachtstage bei uns Zuhause andere Musik gespielt wird“, sagte der Chorleiter und Komponist während des Konzertes.

Den ersten Teil der Darbietung, die vertonte Weihnachtsgeschichte für einen Gospelchor, hat Gromann selbst komponiert, da noch kein bekannter Komponist dieses Projekt bis heute umgesetzt habe. Ehefrau Birgit hat die Texte geschrieben, die zwischen der Musik mit der ruhigen Erzählstimme Gerhard Röhms eingespielt wurden. Die tollen Einzelleistungen der Solisten hier darzustellen, würde den Rahmen sprengen, aber ein Höhepunkt des Abends war sicherlich der Auftritt der Kinder Paulina Gromann und Madita Remmers, die gesanglich wunderschön und ergreifend das Stück „Dreieinigkeit“ gestalteten und mit tosendem Applaus den Altarbereich verließen.

Im zweiten Teil des Konzertes wurden moderne Stücke mit Gastsängern des Brahmschores und der A-Cappella-Gruppe GinFis gesungen. Aus Queens Bohemian Rhapsody wurde Bethlehem Rhapsody, und die Zuhörer belohnten mit Jubel die toll arrangierten Interpretationen der einzelnen Stücke, die nur vom Klavier begleitet wurden.

Auch Monika Noack (2.v.r.) ließ ihrer unglaublichen Stimme freien Lauf.

Auch Monika Noack (2.v.r.) ließ ihrer unglaublichen Stimme freien Lauf. © Gregor Rößmann

Der letzte Teil des Konzerts versprühte die ansteckende Leichtigkeit des Chores, der ausgelassen und stimmlich gewaltig unter anderem den Gospel „Go, tell it on the Mountains“, bei dem dann auch Monika Noack ihrer unglaublichen Stimme freien Lauf ließ. Emotionaler Höhepunkt war der Weihnachtsklassiker „Night of Silence“ (Stille Nacht), der von Querflöte und Geige begleitet den Schlusspunkt setzte, bevor die Beteiligten, die Gäste und Freunde des Chores den Abend im Pfarrheim gemütlich ausklingen ließen.

Alle Einnahmen aus dem Konzert fließen in die Adventslichter-Aktion.

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