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Krähen verscheuchten Kakadu "Willi"

Belohnung ausgesetzt

Eigentlich ist Gelbhauben-Kakadu "Willi" kein Angsthase. Im Gegenteil: Der Vogel, der dem Rhader Ehepaar Marion und Joachim Menne gehört, ist ein Freiflieger. Am Samstag geriet er jedoch in einen Krähenschwarm und ist seitdem verschwunden.

Rhade/Erle

, 05.06.2016 / Lesedauer: 3 min
Krähen verscheuchten Kakadu "Willi"

Gelbhauben-Kakadu Willy ist seit Samstag weg. Nachdem der Vogel seine Angreifer abgeschüttelt hatte, ruhte er sich auf einem Hausdach aus.

"Unser 14-jähriger Willi ist ein Freiflieger und während eines Spaziergangs in Rhade wurde er von einem Krähenschwarm attackiert. Dabei hat er uns verloren. Jetzt suchen wir ihn", so Joachim Menne.

Seit Sonntag fährt das Ehepaar mit ihrem Wohnmobil die Straßen rund um Rhade und Raesfeld-Erle ab. "Alleine findet der Papagei den Weg nicht nach Hause, aber das Wohnmobil kennt er", sagt Menne in der Hoffnung, dass der Papagei dann angeflogen kommt, wenn er das Fahrzeug sieht.

Joachim Menne nimmt Vögel überallhin mit

Im Gegensatz zum Ehepaar Menne ist die 16-jährige Kakadu-Dame Lore froh, dass Partner Willi weg ist. Während Lore sehr sozial ist, kann Willi auch anders. "Wenn wir damals gewusst hätten, was mit einem Kakadu als Haustier im Laufe der Jahre auf uns zukommt, dann hätten wir Willi nicht dazugekauft. Verkaufen können wir die Tiere aber auch nicht mehr, denn sie haben es auf intelligente Art geschafft, sich in unsere Herzen einzufressen, sodass wir sie nicht mehr abgeben möchten", sagt Joachim Menne und lacht. Er nimmt seine Vögel überall mit hin - sowohl auf Spaziergänge, gemeinsame Unternehmungen und zu seinen Kunden. "Papageien sind Wildtiere und gehören auf keinen Fall in Volieren oder Käfige", so Joachim Menne.

Hoffnung auf Hinweise

Nun hofft das Ehepaar Menne inständig, dass Willi, wenn er Hunger hat, die Nähe von Menschen aufsucht. "Willi ist friedlich und wer ihn vor der Tür sitzen sieht, kann ihn mit Futter anlocken und dann bitte sofort ins Haus bringen", so Menne. Außerdem sei Willi, was das Essen anbelangt, nicht sehr wählerisch. "Alles, was wir in uns hineinschieben, interessiert Willi auch", erklärt Joachim Menne.

Vermutlich hält sich Willi im Bereich von fünf Kilometern um Rhade, Richtung Erle, auf. Besorgt ist das Ehepaar mittlerweile doch ein wenig: "Im schlimmsten Fall kann Willi im Flug von einem Habicht geschlagen werden, oder jemand findet ihn und sperrt ihn ein." Allerdings wird derjenige wenig Spaß an den Vogel haben. "Willi kann ziemlich laut und anstrengend sein, sodass man ihn auf Dauer schlecht verbergen kann".PeBo

Willi ist beringt und gechippt; Infos unter Tel. (0172) 6243557. Eine Belohnung ist selbstverständlich ausgesetzt.

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