Kraftwerk-Pläne reifen

Dorsten Die lange "Froststarre" geht zu Ende, die Frühlingsblüte rückt näher: Nach dem kalendarischen Ende der kalten Jahreszeit soll auch der Recylingpark Fürst Leopold aus dem Winterschlaf erwachen.

16.03.2010, 18:15 Uhr / Lesedauer: 1 min

<p>Neben der ehemaligen Leopold-Rundhalle soll der Bau des Biomasse-Kraftwerkes bald weiter gehen. Derzeit werden Verhandlungen mit potenziellen Partnern geführt. <p></p> Eggert</p>

<p>Neben der ehemaligen Leopold-Rundhalle soll der Bau des Biomasse-Kraftwerkes bald weiter gehen. Derzeit werden Verhandlungen mit potenziellen Partnern geführt. <p></p> Eggert</p>

Andreas Werdermann, der Ende Dezember von der Walldorfer Muttergesellschaft als neuer Geschäftsführer eingesetzt worden war, ist jedenfalls hoffnungsfroh, dass bald wieder Bewegung in den vorerst stillgelegten Bau des Biomasse-Kraftwerks kommt. Für diese Einschätzung gibt es ermutigende Indizien:

Mit Christian Knobloch hat das Unternehmen einen Stromstoff-Manager engagiert, einen Profi, der künftig die Energie-Vermarktung regeln soll.

Mit der städtischen Wirtschaftsförderungs-Gesellschaft WinDor hat es ein Gespräch gegeben, das beide Seiten ausgesprochen positiv bewerten.

Das Unternehmen führt außerdem derzeit Verhandlungen mit potenziellen Partnern, die in das Kraftwerks-Projekt und die Produktvermarktung einsteigen wollen. Werdermann: "Es gibt gleich mehrere ernsthafte Interessenten, die hier mit ins Boot kommen wollen." Er hofft, dass die Gespräche noch im ersten Halbjahr in einen Vertrag münden werden. Je nachdem, wer den Kooperations-Zuschlag bekommt, soll der Recycling-Park anschließend ausgerichtet werden.

Zeit drängt

Die Zeit drängt. Denn dafür, dass der Kraftwerk-Bau endlich fortgesetzt und abgeschlossen werden soll, spricht nicht nur, dass mit jedem Tag, der verrinnt, totes Kapital in den Sand gesetzt wurde.

Mit Blick auf die geplante ODAS-Anlage in Holsterhausen kann es auch zu einem Wettrennen um Liefer-Verträge mit örtlichen Energie-Abnehmern kommen.

Denn ODAS konkurriert nicht nur auf dem Sektor der Holzvermarktung mit dem Recyclingpark Fürst Leopold. Auch bei der Energieversorgung, daraus macht ODAS-Geschäftsführer Steffen Schirrmacher keinen Hehl, wäre ihm beispielsweise die Stadt Dorsten als Partner willkommen.

Da kann es ein entscheidender Wettbewerbsvorteil sein, wer als erster in der Lage ist, ein attraktives Angebot mit konkreten Konditionen auf den Tisch zu legen.

Klaus-Dieter.Krause@ dorstenerzeitung.de

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