Kriminelle Graffiti-Schmierer: Stadt erhöht Belohnung auf 5000 Euro

Beschädigungen

Die Schäden, die kriminelle Graffiti-Schmierer in Dorsten anrichten, werden immer größer. Auch städtische Gebäude sind betroffen. Die Stadt hat deshalb die Belohnung für Hinweise erhöht.

Dorsten

, 11.09.2020, 11:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Auch an der Ecke Alter Postweg/Goethestraße finden sich die "Dreamz"-Schmierereien. Dieser Bereich in der Altstadt war am Anfang besonders betroffen.

Auch an der Ecke Alter Postweg/Goethestraße finden sich die „Dreamz"-Schmierereien. Dieser Bereich in der Altstadt war am Anfang besonders betroffen. © Michael Klein

Die Graffiti-Schmierereien verunzieren Mauern, Schilder und Wände. Viele Bürger und Immobilen-Besitzer sind aufgebracht, weil Schriftzüge wie „Dreamz“, „Yuzef“ und bestimmte andere Zeichen auf ihr Eigentum gesprüht worden sind. Der Schaden, den die unbekannten Täter damit im Stadtbild von Dorsten verursacht haben, sind immens - es würde Zigtausende Euro kosten, all die Kritzeleien zu beseitigen.

Auch die städtischen Gebäude sind besudelt worden. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Stadt deshalb 500 Euro Belohnung ausgesetzt, nachdem die damals gerade neu gestaltete Möblierung in der Fußgängerzone verunziert worden war.

Strafanzeigen bislang erfolglos

Die Stadt hat Strafanzeigen gegen die unbekannten Schmierer gestellt - bislang ist nichts Verwertbares dabei herumgekommen. „Unsere Rechtsabteilung steht in intensivem Austausch mit der Polizei“, so Pressesprecher Ludger Böhne.

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Nun macht das Rathaus neue Anstrengungen, um die Verursacher der „Tags“, wie die Graffiti im Szene-Jargon heißen, dingfest machen zu lassen. Die Stadt Dorsten setzt jeweils 2500 Euro Belohnung aus für Hinweise, die zu den Verursachern der massenhaft im Stadtgebiet sichtbaren Graffiti-Tags „Dreamz“ und „Yuzef“ führen, insgesamt also 5000 Euro.

„Das Ausmaß dieser wohl als Kunst gemeinten, von der Allgemeinheit aber schlicht als Schmiererei wahrgenommenen Namenszüge übersteigt mittlerweile jedes Maß“, so die Stadt.

„Mannshohe Namenszüge“

Allein „Dreamz“ hinterließ „zuletzt teils mannshohe Namenszüge am Treffpunkt Altstadt, am Gymnasium Petrinum, der ehemaligen Agatha-Schule sowie am Schulzentrum Pliesterbecker Straße, viele kleine Tags nicht mitgezählt“. Auch das VHS-Gebäude wurde mit einem riesigen Dreamz-Schriftzug besprayt - er wurde inzwischen entfernt.

Wie viele private Liegenschaften darüber hinaus Opfer dieser Farbsprühattacken wurden, ist nicht bekannt. Die Entfernung der Graffiti hat mittlerweile mehrere tausend Euro Steuergeld verschlungen.

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Karsten Hartmann, städtischer Rechtsrat: „Wir werden es nicht mehr akzeptieren, dass Menschen mit offenbar übersteigertem Geltungsdrang und ohne jeden Respekt vor fremdem Eigentum eine derartige Schneise von Schweinereien in unser Stadtgebiet schlagen.“ Das Geld für die Belohnung sei auch gut investiert, da die Stadt bei den Tätern die bisherigen Reinigungskosten geltend machen werde.

„Kriminell und skrupellos“

Darüber hinaus schade diese kriminelle Form der skrupellosen Sachbeschädigung auch dem Ruf der ernstzunehmenden und künstlerisch orientierte Graffiti-Szene, „mit der wir als Stadt im Jugendbereich gut zusammenarbeiten und die auch immer wieder legale Möglichkeiten bekommt, ihre Kunst zu leben“.

Hinweise bitte an die Polizei oder per Mail an: tiefbauamt@dorsten.de
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