Kulturkonferenz soll lokale Vorschläge bündeln

18.07.2007, 17:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dorsten Gut, dass der ehemalige städtische Kämmerer Hans-Dieter Klink RVR-Chef geworden ist - dann kommt man leichter an prominente Gäste heran. Bei der Kulturkonferenz zum Thema "Kulturstadt Dorsten 2010", die bekanntlich am 1. August um 19.30 Uhr im VHS-Forum stattfinden wird, ist jedenfalls Jürgen Fischer, Programmkoordinator der RUHR.2010 GmbH, derjenige, der über Ziele, Leitlinien, Projekte und Kriterien der Kulturhauptstadt referieren wird.

Auf der Finissage der letzten Virtuell-Visuell-Ausstellung im Juni hatte es eine lebhafte Diskussion über die Chancen Dorstens gegeben, sich am Kulturhauptstadt-Jahr zu beteiligen. Die Kulturkonferenz, zu der Bürgermeister Lambert Lütkenhorst alle einlädt, die sich in diesen Prozess einbringen wollen, soll nun ein weiterer Schritt auf diesem Weg werden.

Tisa wird Thema

Dabei werden auch die Projekte vorgestellt, die bereits in der Vorbereitung und in der Mache sind. Die verstorbene Dorstener Künstlerin Tisa von der Schulenburg soll Thema werden, "wir wollen ihre Bedeutung deutlicher machen", erklärt Bürgermeister Lütkenhorst. Das Jüdische Museum geht mit der Ausstellung "Angekommen" ins kulturelle Rennen, Virtuell-Visuell wird ein Gemeinschafts-Vorhaben mit anderen Kunstvereinen zum "Gahlenschen Kohlenweg" vorschlagen.

Hinzu kommen die "Local Heroes": Jede von 52 Städten im RVR-Gebiet darf eine Woche lang bei RUHR.2010 Programm machen. Dorsten war bei der Terminvergabe ganz fix und hat sich dabei den September gesichert. Klaus Schmidt vom Dorstener Kulturbüro gab bekannt, dass der Dorstener Kultursommer, der in diesem Jahr erstmals über die Bühne geht, in drei Jahren Schwerpunkt der Woche werden soll, mit der Tendenz "lokale Helden", sprich: die Dorstener Kultur-Szene zu präsentieren.

Grenzüberschreitend

Zuguterletzt beteiligt sich Dorsten an dem Partnerstadt-Netzwerk "Twins 2010", erste Gespräche über grenzüberschreitende Kultur-Projekte mit Kreativen aus den Partnerstädten laufen bereits. MK

Bürgermeister Lambert Lütkenhorst hofft, dass es am 1. August schon sehr konkrete Vorschläge aus den Reihen der Dorstener Kultur-Interessierten gibt. In diesem Zusammenhang wird die Lohnhalle der Zeche ein wichtiges Thema werden. Besonders der Dorstener Kunstverein habe sich Gedanken über eine kulturelle Nutzung des Gebäudes und über eine mögliche Trägergesellschaft gemacht.

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