Kyrill hält Dorstens Förster auf Trab

25.07.2007, 18:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Dorsten Dieser stürmische Tag bleibt im Gedächtnis: Die Menschen haben den Orkan "Kyrill", der am 18. Januar über weiten Teilen Deutschlands wütete, bestimmt noch nicht vergessen, und auch die Wälder sind nach wie vor stumme Zeugen der Zerstörungswut.

Bernhard Dieckmann von Blankenburg, Leiter des Forstbetriebbezirks Dorsten, kann von Kyrills Kraft ein Liedchen singen. Um die Schäden in den Waldgebieten zu beseitigen, sind er und viele Waldarbeiter sogar an Sonntagen im Einsatz: "Etwa 40.000 Festmeter Holz auf Dorstener Boden sind schon aufgearbeitet worden, das entspricht über der Hälfte der entstandenen Schäden." Dabei haben die Koordinatoren auch mit großen Hindernissen zu kämpfen. "Zeitweise war es schwierig, Arbeiter zu bekommen", erklärt Dieckmann von Blankenburg. Der Grund: Auf großen Flächen können die Unternehmen mit ihren schweren Maschinen effizienter arbeiten, auf kleinen Flächen mit verhältnismäßig kurzen Laufzeiten amortisieren sich die Betriebskosten zu langsam. Für den Förster war das ein echtes Problem: "Ich musste händeringend Forstarbeiter heranschaffen", so Dieckmann von Blankenburg. Die kamen dann auch, zum Teil sogar aus Mecklenburg-Vorpommern und Bremen. Der Förster schätzt, dass die Räumungsarbeiten noch das ganze nächste Jahr in Anspruch nehmen werden. ah

Lesen Sie jetzt