"Lebenslustiger Flummi" zitterte vor ihrem Ehemann

Mordprozess

ESSEN / DORSTEN Der Prozess vor dem Landgericht Essen gegen den 29-jährigen Bochumer, der im vergangenen Dezember in der Dorstener Fußgängerzone vor den Augen des achtjährigen Sohnes seine Frau erstach, wird noch einige Wochen andauern. Das Schwurgericht hat weitere Verhandlungstermine anberaumt, um den beauftragten Psychologen und Psychiatern Zeit zur Begutachtung des Angeklagten zu geben. Das Urteil wird voraussichtlich am 20. August verkündet.

von Von Martin Ricken

, 01.07.2009, 15:37 Uhr / Lesedauer: 1 min

Auch in der neuen Wohnung, die Fatma nach der Trennung im Februar 2008 in Wattenscheid bezogen hat, war sie offenbar vor dem Angeklagten nicht sicher. Aus Gesprächen mit Fatma wusste die Frauenhausmitarbeiterin einen besonderen Vorfall zu berichten. „Sie erzählte, ihre Wohnung sei deshalb vergammelt gewesen, weil sie immer auf Wanderschaft gewesen sei. Eines Nachts habe nämlich ihr Mann im Zimmer gestanden. Er hätte gesagt: Sei froh, dass deine Kinder neben dir liegen, sonst würde ich dir die Kehle durchschneiden.“ Genau das hat der Angeklagte Mehmet N. am Nachmittag des 16. Dezember 2008 mitten in der Dorstener Innenstadt getan. Der achtjährige Sohn wurde Augenzeuge der Tat. Die 41-jährige Zeugin dazu: „Der Sohn soll im Krankenwagen gesagt haben, er hoffe, dass der Papa in den Himmel kommt. Denn in der Hölle könnte er ihn nicht packen. Da käme er selbst ja nicht hinein.“

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