«Lehrer als eine Berufung, nicht nur als Job verstehen»

10.07.2007, 18:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Deuten Große Ehre für Claudia Brandt. Die Lehrerin der Gesamtschule Schermbeck erhielt am vergangenen Sonntag den erstmals verliehenen Deutschen Lehrerpreis «PISAGORAS» aus der Hand von Bundesbildungsministerin Dr.Annette Schavan.

«Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet. Aber natürlich freue ich mich sehr über diese Anerkennung und möchte mich bei allen Schülern ganz herzlich für ihre Nominierung bedanken. Ich hatte eine wunderschöne Zeit in Berlin», sagt die Deutenerin, die aus über 3000 ausgewählten Lehrkräften am Ende unter den 79 Preisträgern war.

Deutschlandweit waren alle Schüler der Abschlussklassen aufgerufen, die ihrer Meinung nach besten Lehrerinnen und Lehrer für den Deutschen Lehrerpreis vorzuschlagen.

Als eines Tages ein Brief des Vereins PISAGORAS ins Haus flatterte, verschlug es der sympathischen Deutsch-, Biologie- und Pädagogiklehrerin glatt die Sprache. «Ich war natürlich völlig überrascht. Es gibt auf unserer wie auch auf anderen Schulen so viele engagierte und gute Lehrer. Ich nehme diesen Preis stellvertretend für alle diejenigen Lehrer entgegen, die ihren Beruf als Berufung und nicht nur als Job verstehen», so Brandt.

Auf die Frage, warum gerade sie für den Preis vorgeschlagen wurde, kann die 33-Jährige auch nach längerem Überlegen keine Antwort finden. «Es gibt bestimmt Schüler, die mich mögen. Anderen liegt meine Art dagegen weniger. Vielleicht hatte ich einfach nur Glück», gibt sich die beliebte Lehrerin bescheiden. Viel wichtiger als persönliche Lorbeeren ist Brandt jedoch, dass auch das Berufsfeld des Lehrers in der Öffentlichkeit wieder mehr Anerkennung erfährt. «Gesamtgesellschaftlich gesehen genießen Lehrer leider eine eher schlechte Lobby. Vielleicht kann diese Initiative etwas daran ändern», hofft Claudia Brandt. jhj

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