Leserfragen zu neuen Ladesäulen: Geht‘s auch ohne Smartphone?

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Sieben neue Ladesäulen für Elektroautos sind vor Kurzem in Dorsten ans Netz gegangen. Wir erklären, wie sie funktionieren und was das Tanken kostet.

Dorsten

, 11.11.2019, 04:50 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Zahl der Ladestationen für Elektroautos in Deutschland ist laut dem Online-Portal „Statista“ im vierten Quartal 2019 auf knapp über 17.000 gestiegen. Auch in Dorsten sind zuletzt sieben neue Ladestationen ans Netz gegangen (DZ+). Nachdem die Dorstener Zeitung darüber berichtet hat, meldete sich ein Leser mit einigen Fragen, die an dieser Stelle beantwortet werden.

? Benötigt man für den Tankvorgang zwingend ein Smartphone?

Nein. Schließt der Kunde einen Vertrag mit einem Ladestromanbieter ab, so gehört dieser meist einem Bezahlsystem-Netzwerk an, teilt die Stadt mit. Der Fahrer kann dann an allen Ladesäulen Strom zapfen, die zum Verbund gehören. Die Identifizierung erfolgt entweder per Smarthone-App, einer Chipkarte (RFID) oder mittels eines intelligenten Ladekabels. Bei den neuen Innogy-Säulen kann ausschließlich per RFID-Karte oder Smarthone-App geladen werden.

? Passen alle E-Autos an den Stecker der Innogy-Ladesäulen?

Ja. Der Typ-2-Stecker wurde als Standardsteckverbindung für das Laden mit Wechselstrom festgeschrieben.

? Wie lange kann eine Ladesäule auf einem Parkplatz genutzt werden?

Das steht noch nicht fest. „Derzeit wird geprüft, ob die Ladesäulen im Stadtgebiet für einen vierstündigen Zeitraum zur Verfügung stehen, um einer dauerhaften Parkplatz-Blockade vorzubeugen“, so Winkel. Parkplätze in Bahnhofnähe - Pendlerparkplatz beim Treffpunkt Altstadt und am Rhader Bahnhof - sollen keine zeitliche Einschränkung erfahren.

? Die Stadt zahlt Innogy monatlich 87 Euro pro Säule. Wofür ist diese Zahlung?

Die Zahlungen werden für die Bereitstellung der Ladeinfrastruktur durch Innogy entrichtet, Betrieb und Wartung eingeschlossen.

? Ist mit den 87 Euro auch der gelieferte Strom bezahlt, also das Tanken für die Autofahrer kostenfrei?

Nein. Die beim Tanken entstandenen Stromkosten trägt der Nutzer selbst.

? Was kostet der Strom aus einer Innogy-Säule?

Gegenwärtig liegen die Preise bei 30 Cent pro Kilowattstunde.

? Wird die Stadt Dorsten als Grundstückseigentümerin an den Einnahmen beteiligt?

Ja, die Stadt wird mit einer Umlage beteiligt.

? Werden dem Autofahrer die Stromkosten vor dem Tankvorgang angezeigt?

Ja.

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