Leukämiekranke Katrin ist wieder zuhause

Transplantation im Februar

Katrin hat am Freitag die Klinik in Essen-Werden verlassen. Die an Leukämie erkrankte Dorstenerin, an deren Schicksal in den letzten Monaten so viele Menschen Anteil genommen haben, wird Weihnachten zu Hause verbringen können.

Dorsten

, 04.12.2015 / Lesedauer: 2 min
Leukämiekranke Katrin ist wieder zuhause

Die 22-jährige Katrin im Kreise ihrer Familie: Die junge Dorstenerin ist an Blutkrebs erkrankt, eine Stammzellenspende ist ihre einzige Überlebenchance.

Es war eine Woche voller Glücksmomente für die 22-Jährige. "Am Dienstag hat ihr der Oberarzt mitgeteilt, dass ein Stammzellspender gefunden ist", sagt Katrins Schwester Elisabeth Seiffert. "Sie hat das zunächst gar nicht realisiert und war total überwältigt. Dann hat sie jeden aus der Familie angerufen."

Der größte Wunsch ist in Erfüllung gegangen

Die Erleichterung ist riesig. Für Katrins Umfeld ist "der größte Wunsch" in Erfüllung gegangen. "Wir haben in den letzten Wochen täglich telefoniert", bestätigt Elisabeth Seiffert, "und Katrins erste Frage war immer, ob es etwas Neues gibt." Gab es nicht - bis Dienstag. "Katrin war aber immer voller Hoffnung."

Kurz nach der Typisierungsaktion am 8. November in der VHS war die Mutter zweier kleiner Kinder für eine weitere Chemotherapie in die Essener Klinik gekommen. "Das belastet ihren Körper sehr, aber inzwischen geht es ihr wieder gut", berichtet die Schwester. Und die Aussicht auf die möglicherweise lebensrettende Stammzellspende verleiht wohl zusätzliche Kräfte.

Knochenmarkspende im Februar

Die nächsten Wochen wird Katrin bei ihrer Familie verbringen können. Anfang des Jahres ist eine weitere Chemotherapie geplant, Ende Januar oder Anfang Februar soll die Knochenmarktransplantation erfolgen. Inzwischen weiß die Familie, dass der Spender oder die Spenderin aus Deutschland stammt. Zwar nicht aus Dorsten, "aber wir fanden es großartig, wie viele Dorstener sich haben typisieren lassen", bestätigt Elisabeth Seiffert. "Damit hatten wir nicht gerechnet, zumal ja zwei Jahre zuvor schon so viele Menschen gekommen sind, als es um Marvin ging."

Katrin war bei "ihrer" Aktion den ganzen Tag in der VHS und hat mit vielen Menschen gesprochen, die ihr Mut gemacht haben. "So viel Zuspruch tut gut", gibt ihre Schwester zu. Die Familie weiß aber ganz genau, dass noch ein weiter und beschwerlicher Weg bis zur vollständigen Genesung vor der 22-Jährigen liegt. "Aber sie wird es schaffen."

 

Lesen Sie jetzt