"Lichtblick" Dorsten hübscht die Quote auf

Arbeitslosenzahlen

Die Bilanz, die die Agentur für Arbeit Recklinghausen mit ihren Partnern aus Industrie, Handel und Handwerkerschaft zu Arbeitsmarkt und gelaufenem Ausbildungsjahr 2015/16 zieht, fällt erneut nicht zufriedenstellend aus. Dorsten ist allerdings ein Lichtblick.

Dorsten

, 02.11.2016 / Lesedauer: 2 min
"Lichtblick" Dorsten hübscht die Quote auf

Zogen Bilanz (v.l.): Dominik Schad, Leiter Jobcenter Kreis RE, Alexander Trog, Geschäftsführer oton, Hans Hampel, DGB, Dr. Dietmar Thönnes, Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Recklinghausen, Carsten Taudt, IHK Nord Westfalen, und Jörg Kuiper, Handwerkskammer Münster

„Dorsten hat mit aktuell 8 Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote aller Geschäftsstellenbezirke, was die Gesamtquote auf 10,2 Prozent anhübscht“, berichtete Dr. Dietmar Thönnes, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Recklinghausen.

Berufsfeld Hörakustiker

Das Pressegespräch wurde bewusst in die Geschäftsräume des Dorstener Hörakustikers „oton“, Südwall 15, verlegt, denn es sind gerade die Gesundheitsberufe, die dringend junge Nachwuchskräfte brauchen. „Ich denke, dass das Berufsfeld des Hörakustikers vielen Jugendlichen nicht bekannt ist“, vermutet oton-Geschäftsführer Alexander Trog, der in diesem Jahr zum ersten Mal keinen Auszubildenden eingestellt hat. Auch mangele es seiner Erfahrung nach den Interessenten häufig an Lebenspraxis, sozialer Kompetenz und Ausbildungsfähigkeit.

Offene Stellen

Doch nicht nur Hörakustiker, Physiotherapeuten und Gesundheitspfleger, auch Fleischereien, Bäckereien und das Bauhandwerk haben offene Stellen anzubieten. Während in der strukturell kränkelnden Emscher-Lippe-Region/Kreis Recklinghausen einem ausbildungswilligen Jugendlichen statistisch gesehen eine halbe Stelle zur Verfügung steht, sieht das Angebot weiter nördlich im Münsterland weitaus besser aus.

„Doch die Jugendlichen wollen dort nicht hin“, benennt Dietmar Thönnes eine einzige Ausnahme: „Dorsten zeichnet sich auch hier durch eine besondere Mobilität aus. Die Stadt hat die A 31 in der Nähe und ist mit dem Münsterland mehr verbunden als beispielsweise die reinen Ruhrpott-Städte Gladbeck und Recklinghausen.“

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