Personenfähre

Lippefähre „Baldur“ geht ins Winterquartier

Der Lippeverband muss die Lippefähre „Baldur“ vorübergehend vom Wasser nehmen. Im April 2022 heißt es dann wieder „Schiff ahoi!“
Die Fähre Baldur in Dorsten war die erste Personenfähre des Lippeverbandes und quert seit 2005 die Lippe. Per Muskelkraft ziehen sich die Passagiere auf der Baldur von Ufer zu Ufer. © EGLV/Neumann

Wenn die Tage wieder kürzer werden und die Bäume ihr Laub verlieren, ist es für Gewässermeisterin Ina Bernds und ihr Team wieder Zeit, die Lippefähre Baldur ins Winterquartier zu bringen. Am Mittwoch, 27. Oktober, nimmt das Team des Lippeverbandes die Fähre an den Baggerhaken und bringt sie an Land. Dann stehen Wartung und Pflege des zwei Tonnen schweren Lippe-Kreuzers an.

Während der Saison gelangen die Fahrgäste per Muskelkraft von einem Lippe-Ufer in Dorsten zum anderen. „Die Beliebtheit der Fähre ist ungebrochen und es ist toll, dass die Menschen die Lippe hier aus einer ganz anderen Perspektive erleben können“, sagt Ina Bernds.

Eselsbrücke für die Saisonzeiten

Normalerweise gibt es eine Eselsbrücke, um sich die Saisonzeiten der Fähre in Dorsten zu merken: O bis O – also von Ostern bis Oktober. In diesem Jahr nahm die Fähre ihren Betrieb coronabedingt allerdings etwas später und mit einem Sicherheitskonzept auf. Dank dessen konnten die Fährgäste auch im Sommer 2021 per Handkurbel den längsten Fluss in Nordrhein-Westfalen überqueren.

Da ab Oktober die Hochwassersaison beginnt, muss der Lippeverband die „Baldur“ nun aber vom Wasser nehmen. Im April 2022 heißt es dann wieder „Schiff ahoi!“ und Baldur wird zu Wasser gelassen.