Marina gewinnt das Casting fürs "Musical-Fieber"

Vier Kandidatinnen

DORSTEN Marina Walbrodt aus Gahlen gewann das Casting für die Show "Musical Fieber", die am 6. Januar nach Dorsten kommt. Das hat die 22-Jährige auch unserem Mitarbeiter Kristoff Gött zu verdanken. Der saß nämlich mit in der Jury. Sein Erfahrungsbericht:

von Von Kristoff Gött

, 06.12.2009, 15:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im "Hotel Albert" erwarteten mich am Samstag die "Profi-Juroren" von "AktivEvent"; Produktionsleiter Jan-Peter Prüßen und der stellvertretende musikalische Leiter, Thomas Koch, kümmern sich um die Formation, die auch Dorsten, als eines von 70 Zielen, auf dem Plan hat.   Nach einer kurzen Einweisung für uns Juroren, sich kein Beispiel an TV-Jurys zu nehmen, kamen die vier lokalen Kandidatinnen, die es durch die Vorauswahl geschafft hatten: Die Musiklehrerin Katja Slawitsch (42), Ann-Christin Verena Klinner (20), die ihr Wirtschafts- zugunsten eines baldigen Musicalstudiums abgebrochen hat, Michelle Berger (19), der das Singen unter anderem bei "Ten Sing Gahlen" Spaß bereitet hat und die Bankkauffrau Marina Walbrodt (22), die ebenfalls bei Ten Sing das Singen lieben gelernt hat und sich inzwischen auch als Frontfrau von "The Moekicks" verdingt.

"Hier gibt es keine Dieter-Bohlen-Sprüche", sagt Jan-Peter Prüßens. "Konzentriert euch aufs Singen, als wären wir das Publikum. Singen ist ein tolles Hobby, zeigt es uns!"

Und das taten die Vier dann mit ihren selbstgewählten Titeln: Getragenes wie "Ein neues Leben" (aus "Jekyll & Hyde"), Dramatisches wie "Rebecca" (aus "Rebecca") oder "Ich gehör' nur mir" (aus "Elisabeth") oder ausgefallen Rockiges wie "Out tonight" (aus "Rent").Talent hat kein Alter

Als Juror lauscht man, macht sich Gedanken und sitzt dann doch sprachlos da. Das Gehörte muss aber verbalisiert und eine Entscheidung getroffen werden. Und die fiel wirklich nicht leicht, denn "es war ein qualitativ hochwertiges Feld", wie Koch und Prüßen bestätigten. Am Ende ging es zu keiner Sekunde um Alter oder Aussehen: "Talent hat kein Alter" (Prüßen). Entscheidend war das Gesamtpaket: Der Song im Einklang mit der Interpretin und den gefühlt besseren "Live-Eindruck". Den hatte Marina Walbrodt mit einem "toll phrasierten" (Koch) und rundum energiegeladenen Auftritt bei "Out tonight", mit dem sie souverän durch den Raum wirbelte.

Und dann war mein erstes Casting auch schon vorbei: Kein böses Blut, keine Tränen, keine fiese Schadenfreude, keine Überdramatisierung: So ganz anders, viel angenehmer, konstruktiver und menschlicher als bei Bohlen, Klum und Co.

Lesen Sie jetzt