Maskierter zückte eine Flambierpistole

Neues vom Radfahrer auf der A 52

Ein maskierter Mann radelt am 15. März auf der A 52 in Richtung Haltern, zwischen den Beinen einen schwarzen Stoffpanther. Der Mann richtet auf seine Verfolger von der Polizei einen waffenähnlichen Gegenstand, den er aus der Hosentasche gezückt hat. "Es war eine Flambierpistole" - das teilte die Polizei in Bochum am Freitag mit.

24.03.2017, 16:23 Uhr / Lesedauer: 1 min
Maskierter zückte eine Flambierpistole

Diese Flambierpistole soll der Essener auf seine Verfolger von der Polizei gerichtet haben: Sie stellt auf dem Bild links dar, wie der Mann den Gegenstand auf die Beamten richtete, rechts das Küchengerät aus Seitenansicht.

„In Bruchteilen von Sekunden deutete ein Polizist diesen Gegenstand als Schusswaffe, griff zu seiner Pistole und schoss dem Mann ins Bein“, sagte Polizeisprecher Volker Schütte am Freitag auf Anfrage.

30-Jähriger wurde angeschossen

Der 30-jährige Maskenmann wurde schwer verletzt, musste notärztlich versorgt und später im Krankenhaus operiert werden. Dem Verletzten gehe es mittlerweile besser, so die Polizei. Die Radtour auf der Autobahn bei Altendorf-Ulfkotte, der schwarze Stoffpanther, die Maske – welche Bedeutung dahintersteckt, vermag die Polizei nicht zu sagen. „Der Mann ist vernehmungsfähig, hat sich bisher aber nicht zu seinem Verhalten geäußert“, so Polizeisprecher Volker Schütte.

Er sagte, dass es Hinweise auf eine psychische Erkrankung des 30-Jährigen gebe. Er ist wegen kleinerer Delikte bereits aufgefallen. Das große schwarze Stofftier, das der 30-Jährige dabei hatte, wurde ebenfalls eingehend untersucht: „Sprengstoff oder Drogen wurden darin nicht gefunden.“ Dieser Panther lag neben dem Essener und wurde von den Beamten zunächst als Sprengvorrichtung gedeutet.

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„Es musste ein hohes Bedrohungspotenzial angenommen werden“ – damit erklärt Schütte, warum Spezialeinsatzkräfte hinzugezogen worden sind. Der Bochumer Polizei wurde die Ermittlungsarbeit anstelle der Recklinghäuser Polizei „aus Neutralitätsgründen“ übertragen. Die seien noch nicht beendet: „Die Arbeit dauert an.“

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