Massentest: DRK testet 50 Personen an Gesamtschule Wulfen auf Corona

rnCoronavirus

In der Jahrgangsstufe sieben und der Oberstufe sind Schüler positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das DRK führte am Mittwochmorgen im Auftrag des Gesundheitsamts 50 Tests durch.

Wulfen-Barkenberg

, 18.11.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

An der Gesamtschule Wulfen wurden am Mittwoch (18.11.) 49 Schülerinnen und Schüler sowie eine Betreuungsperson auf Corona getestet. Die Schule stellte für die Tests die Sporthalle zur Verfügung. „Sie ist 50, 60 Meter vom Schulgebäude entfernt, lässt sich gut belüften und es gibt getrennte Ein- und Ausgänge“, begründet Schulleiter Hermann Twittenhoff die Wahl.

Getestet wurden 29 Kinder der 7. Jahrgangsstufe sowie eine Betreuungsperson und 20 Schüler der Q1, wie Kreissprecherin Lena Heimers auf Anfrage erklärte.

Hermann Twittenhoff sagte, dass es Anfang November einen positiven Fall in einer siebten Klasse gegeben habe. Laut Gesundheitsamt gibt es an der Gesamtschule momentan drei Corona-Fälle (Stand: 18.11.).

Kurskopplungen führen zu vielen Kontakten

Hausintern ermitteln die Lehrer nach einem positiven Fall immer sofort die Personen der Kategorie 1, das sind in der Regel die Sitznachbarn und die Kinder, die vor und hinter dem infizierten Schüler gesessen haben.

Aufgrund der Klassenkopplungen ab Jahrgangsstufe sieben mussten hier viele Kinder als direkte Kontaktpersonen eingestuft werden. Ab der siebten Klasse können Schüler der Gesamtschule Wulfen ein Wahlpflichtfach wählen, das kann eine Fremdsprache, ein naturwissenschaftlicher-, technischer- oder kultureller Fokus sein.

„Die Kopplungen kann man nicht mal eben aufheben“, erklärt Schulleiter Twittenhoff. Im Zuge der Maßnahmen zur Pandemie-Eindämmung habe man zwar einige Kopplungen aufgehoben, immer gehe das aber nicht.

Ehrlichkeit hilft, Infektionsketten zu durchbrechen

Ein weiterer Grund für die recht hohe Anzahl an zu testenden Personen ist außerdem der Ehrlichkeit des erkrankten Schülers zu verdanken. „In einem vertrauensvollen Gespräch fragen wir die Schüler immer, ob auch noch andere enge Kontakte ohne Schutz möglich sein könnten“, erklärt Hermann Twittenhoff. „Einige Schüler seien dann so ehrlich und erzählen von Momenten ohne Maske. Wir reißen denen ja auch keinen Kopf ab.“

Im Gegenteil: Die Informationen sind wichtig. Denn so können mehr potenzielle Ansteckungen entdeckt und Infektionsketten unterbrochen werden.

So kommt es zu den Tests

Die Liste mit den Quarantäne-Kandidaten gibt die Schule an das Kreisgesundheitsamt. Die sprechen dann die 14-tägige Quarantäne aus, sprechen mit den Eltern und stellen die Ordnungsverfügung zu.

Das Gesundheitsamt hat das DRK beauftragt, die Tests durchzuführen. Dafür werden generell vorab die Teströhrchen mit den Namen der Testpersonen beschriftet, sodass es vor Ort zügig voran geht und potenzielle Virusträger schnell zurück in die Quarantäne gehen können.

Die Tests am 18.11. bezeichnet Twittenhoff als den „Abschluss einer Quarantänemaßnahme“. Am Freitag (20.11.) seien die zwei Wochen um.

Jetzt lesen

Lesen Sie jetzt