Mastentausch verhindert Durchhänger

Wulfen Mit viel Energie treibt das Stromversorgungs-Unternehmen RWE gegenwärtig Sanierungsmaßnahmen voran, wovon aktuell die Arbeiten an der Spessartstraße zeugen.

17.07.2007, 18:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Anders als bei der 18 km langen Hochspannungsleitung von Dorsten nach Borken, wo wie berichtet derzeit noch das Genehmigungsverfahren läuft und der Austausch der Masten erst ab Ende 2008 erfolgen soll, sind die Arbeiten an einer anderen Überlandleitung bereits in vollem Gange.

"Seit Mai bis zum Dezember werden derzeit 150 Masten der Hochspannungsleitungen Kusenhorst (Haltern-Lippramsdorf) - Gronau und Gronau - Hanekenfähr überprüft und gegebenenfalls saniert und ertüchtigt", erklärte dazu ein RWE-Sprecher. Insgesamt 120 Monteure seien im Einsatz.

Die "Ertüchtigung" kann sich auf zweierlei Weise abspielen. Entweder werden reparaturbedürftige Teile der Masten ausgetauscht oder die Masten werden bei Bedarf erhöht. Dies ist dann erforderlich, wenn die 220kV- bzw. 380kV-Leitungen wegen erhöhter Kapazitäten durchhängen: Ein Mehr an Strom führt nämlich zu einer erhöhten Leitungstemperatur, das Kabel dehnt sich aus und hängt etwas durch. Deshalb werden manche Masten "aufgestockt".

Keine Ausfälle

Für solche Arbeiten wird ein 500-Tonnen-Kran eingesetzt. Mit Stromausfällen sei nicht zu rechnen, weil in der Zwischenzeit durch Umschaltungen des Netzes die Stromversorgung der Umgebung auf andere Weise sichergestellt werde.

Für das Modernisierungsprogramm kalkulieren die RWE mit einem Gesamt-Investitions-Volumen von elf Millionen Euro. kdk

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