Melina und Marcus: Eine Liebe überwindet Kontinente

Das erste Kandidaten-Paar

Eine große Liebe überwindet jedes Hindernis und jede Distanz. Melina und Marcus haben das bewiesen. Unglaubliche sechs Jahre lang führten sie eine Beziehung auf zwei Kontinenten, flogen zwischen Marcus‘ Heimat Brasilien und Melinas Heimat Deutschland hin und her, sahen sich oft monatelang nicht. Jetzt haben sie endlich eine gemeinsame Heimat in Dorsten gefunden.

LEMBECK

, 21.01.2016, 16:47 Uhr / Lesedauer: 1 min
Melina und Marcus: Eine Liebe überwindet Kontinente

Sie haben lange weit voneinander entfernt gewohnt. Ihrer Liebe haben die vielen Kilometer nichts anhaben können.

Marcus war 18 Jahre alt, als er Melina zum ersten Mal an der High School in North Carolina sah. Beide waren dort Austauschschüler. „Sie war so süß, so wunderschön“, schwärmt er. „Natürlich ist sie es auch heute noch“, fügt er schnell an.

Ist es den Kummer wert?

Die beiden Jugendlichen gingen zusammen aus, er lud sie zum Eis ein und fuhr sie jeden Tag nach der Schule nach Hause. Obwohl ihr Zuhause auf der anderen Seite der Stadt lag. Sie wusste schon, dass er sie ins Auge gefasst hatte. Eine Freundin hatte es ihr erzählt. „Ich mochte ihn ja auch, aber ich dachte: Er geht zurück nach Brasilien, ich nach Deutschland. Das ist den Kummer nicht wert“, sagt die heute 24-jährige Melina.

Oder vielleicht doch? Irgendwann küsste Marcus sie und seitdem sind die beiden ein Paar. Den Januar und Februar – die Sommerferien in Brasilien – und den Juni und Juli – die Sommerferien in Deutschland – verbrachten sie fortan zusammen.

Sechs Jahre Fernbeziehung

Beide studierten in unterschiedlichen Ländern: Melina ging in die Niederlande und nach Frankreich, Marcus blieb in Brasilien. Im Somer 2014 zog Melina für ein Pflichtpraktikum zu ihm, wollte das Leben in Brasilien kennenlernen. Aber es stand immer fest, dass sie dort nicht für immer bleiben möchte. „Es ist sicherer hier.“ So zog Marcus im Dezember 2015 zu Melina nach Lembeck – und lernt seit Januar Deutsch.

„Es ist sehr schwer“, gibt er zu. Aber der Betriebswirt weiß, dass er, ohne die Sprache richtig zu können, keine Chance auf dem Arbeitsmarkt haben wird. Und auf eine gemeinsame Zukunft mit der „süßen und wunderschönen“ Melina. 

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