Metallwerk Franz Kleinken GmbH ließ hinter die Kulissen blicken

Wirtschafsförderungsausschuss

Einen besonderen Einblick hinter die Kulissen der Metallwerk Franz Kleinken GmbH erhielt der Wirtschaftsförderungsausschuss. Geschäftsführer Jörg Meyer führte durch den Betrieb und zeigte, wie aus einfachem Eisen unter anderem detaillierte Getriebe entstehen.

WULFEN

von Von Stephen Kraut

, 08.09.2011, 12:19 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dabei staunten die Mitglieder des Ausschusses bereits zu Beginn, als Jörg Meyer die Gussformen zeigte. „Die werden mit Sand aufgefüllt. Dieser wird extrem hart und gibt dem flüssigen Metall so den nötigen Halt, um in Ruhe abzukühlen.“ Ein positiver Nebeneffekt bei der Verwendung des Sandes ist die Unterstützung der Heimatregion: „Der Sand kommt aus dem Quarzwerk in Haltern“, informierte der Geschäftsführer.Biofilter Anschließend konnten die interessierten Besucher hautnah miterleben, was es heißt, mit flüssigem Metall zu arbeiten. In der Gießerei floss der über 1300 Grad heiße Stoff in die Formen. Dass dabei Staub entsteht, sei normal, doch Jörg Meyer konnte beruhigen: „Wir reinigen die Luft dieser Halle mit Biofiltern. Das war eine große Investition, aber enorm wichtig um den Standort weiter zu halten.“ Und das möchte man unbedingt.Siebe im XXL-Format Doch auch Recycling war ein wichtiger Punkt in der Gießerei, den Jörg Meyer vorstellte: „Wir verwerten etwa 95 Prozent des Sandes wieder.“ Siebe im XXL-Format sorgten dafür, dass dieser vom Unrat getrennt wurde. Doch auch Handarbeit sei bei Kleinken nach wie vor ein Thema. „Wenn unsere Produkte aus den Formen kommen, arbeiten unsere Mitarbeiter per Hand dafür, dass es haargenau den Kundenwünschen entspricht“, so der Geschäftsführer. Dies sei bei den meisten Aufträgen von entscheidender Bedeutung. „Wenn wir beispielsweise Getriebe für Turbinen liefern, müssen sie zu 100 Prozent exakt gefertigt sein.“ Dass dieser Qualitätsstandard erfüllt wird, stelle die Firma mit diversen Tests sicher, wie etwa einer Ultraschall-Untersuchung für die Waren.

 Ständige Innovationen

„Es ist nicht leicht, sich gegen den immer günstiger werdenden asiatischen Markt durchzusetzen“, wusste Jörg Meyer. Die Maßnahmen dafür seien Qualitätssicherung und ständige Innovationen. „Wir müssen der Konkurrenz eben immer einen Schritt voraus sein.“ Im Anschluss an die Führung stellte Jörg Meyer noch das Projekt „InDUstrie“ vor, welches das Image der produzierenden Firmen in Deutschland verbessern soll. „Wir möchten zeigen, wie wichtig dieses Gewerbe für viele andere Branchen ist. Wir produzieren Werte.“ Tatsachen, von denen sich der Wirtschaftsförderungsausschuss selbst überzeugen konnte.  

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