Michaelisstift wird für 100 Flüchtlinge zur sicheren Bleibe

Ende nächster Woche bezugsfertig

Das Michaelisstift ist als Flüchtlingsunterkunft „gut nutzbar“, findet Thomas Rentmeister, Leiter des Sozialamtes Dorsten. Und während im Obergeschoss noch einiges gemacht werden muss, können in die unteren beiden Etagen wahrscheinlich Ende nächster Woche die ersten Flüchtlinge einziehen.

LEMBECK

, 08.01.2016 / Lesedauer: 2 min

Seit Montag wird das 1320 Quadratmeter große Gebäude für seine neue Nutzung vorbereitet. Acht Herde, sechs Waschmaschinen und mindestens zwölf Duschen werden eingebaut. Für den Brandschutz wird noch eine Außentreppe angebracht. In der oberen Etage, die von den Ordensschwestern nicht genutzt wurde und seit etwa 20 Jahren abgetrennt war, müssen noch die Heizung angeschlossen und Dachfenster eingebaut werden.

Menschen mit Bleibeperspektive

Viele kleine Zimmer, meist mit eigenen Waschbecken, sollen dann Familien und Einzelpersonen eine sichere Bleibe sein. Bis zu 100 der Dorsten zugewiesenen Flüchtlinge werden an der Rhader Straße wohnen. „Wir wollen hier Menschen mit einer Bleibeperspektive unterbringen, also Menschen, die zum Beispiel aus Syrien, dem Irak und Iran kommen“, sagt Rentmeister.

Diesen ist das Michaelisstift ein vorübergehendes Zuhause, bis sie – mithilfe der Stadt und Ehrenamtlichen – eine eigene Wohnung gefunden haben. „Viele von ihnen schließen sich dafür zu Wohngemeinschaften zusammen. Denn kleine Wohnungen gibt es in Dorsten zu wenige“, weiß Rentmeister.

Zweitgrößte Unterkunft

Wenn das Michaelisstift fertig ist, ist es nach der Unterkunft an der Luisenstraße (120 Plätze) die zweitgrößte Unterkunft in Dorsten. Insgesamt hat die Stadt dann 46 Wohnungen und Häuser für zugewiesene Flüchtlinge zur Verfügung. 2015 wurden Dorsten insgesamt 658 Flüchtlinge zugewiesen. Allein im November und Dezember kamen jede Woche 50, teilweise 70 Flüchtlinge. 2016 sind es bisher 19. Für die kommende Woche sind acht angekündigt.

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