Miles Müller will beim FC Schalke 04 Karriere machen

Fußball

Miles Müller, der Sohn des Schalker Ex-Managers Andreas Müller, arbeitet hart daran, fußballerisch in die Fußstapfen seines Vaters zu treten. Begonnen hat er beim SV Hardt, inzwischen kickt er in der Schalker Jugend. Jetzt lautet das nächste Ziel, seinem früheren Mannschaftskollegen Julian Draxler in den Profikader des Clubs zu folgen.

DORSTEN

von Von Berthold Fehmer

, 05.09.2011, 16:20 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Da ist schon alles ein bisschen größer“, sagt Miles. Und man muss mehr trainieren: Vier Mal in der Woche holt ihn der Fahrdienst zum Training ab. Bis vor kurzem wurde auf der Runde auch Senkrechtstarter Julian Draxler aus Gladbeck eingesammelt. Miles: „Der war Hammer! Charakterlich richtig gut und richtig gute Fähigkeiten als Spieler.“

Und wie ist es, auf dem Trainingsgelände von Schalke aufzulaufen, mit so einem berühmten Vater? Oder als Andreas Müller 2009 von seinen Aufgaben entbunden wurde? Miles: „Mein Trainer hat gesagt, dass das keinen Unterschied macht. Mich spricht auch keiner darauf an.“ Miles spielt in der Defensive, Innenverteidiger oder, wie sein Vater, den „Sechser“. „Man kommt öfter an den Ball, kann das Spiel organisieren. Das ist eine verantwortliche Position.“ Sein größtes sportliches Vorbild? „Vom Siegeswillen: Oliver Kahn“, lautet die für Schalke-Fans überraschende Antwort. Aber auch Kyriakos Papadopoulos oder Benedikt Höwedes findet Miles richtig gut. Vor zwei Monaten durfte Miles sogar in Madrid bei einem Turnier gegen die Jugendmannschaft der Königlichen antreten. „Da habe ich auch ein Tor gemacht.“ Dennoch ging das Spiel 5:2 verloren. Beeindruckt war Miles aber nicht nur davon, sondern von der Größe des Bernabéu-Stadions, den Pokalen, der Philosophie.

 „Alle Trainingsplätze der Jugendmannschaften liegen nebeneinander. So hat man immer das nächste Ziel vor Augen.“ Dem Ziel, Profifußballer zu werden, ordnet Miles alles unter. Partys am Wochenende vertragen sich nicht mit Spielen am Sonntagmorgen um 11 Uhr. „Wenn man müde ist, nicht richtig in den Tritt kommt, dann ist man aus der Mannschaft auch mal ganz schnell draußen.“ Kopfballstärke und Geschwindigkeit seien seine Stärken, sagt Miles. Sein Vater schaue sich viele seiner Spiele an. Und gibt Tipps: „Man sollte nicht reagieren, sondern agieren. Versuchen, immer vor dem Gegner an den Ball zu kommen.“ 

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