Miss Germany 2021: Start-up „getbaff“ bringt die Emotionen nach Hause

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Eine gebürtige Dorstenerin will die neue Miss Germany werden. Und in diesem Jahr steckt sogar noch mehr Dorsten in Deutschlands bekanntestem Schönheitswettbewerb.

Dorsten

, 13.09.2020, 05:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Digitalisierung macht auch vor Schönheitswettbewerben nicht halt. Bei der Wahl zur Miss Germany mischt nicht nur eine gebürtige Dorstenerin als Kandidatin mit, die Veranstalter haben sich auch das Tech-Start-up „getbaff“ ins Boot geholt, das vor zwei Jahren unter anderem von den Dorstenern Hendrik Gottschalk und Jan Owiesniak gegründet wurde.

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Die gleichnamige App erweckt mithilfe von Augmented Reality (AR) Bilder zum Leben. Die Technologie erweitert die reale Umgebung um digitale Informationen wie zum Beispiel Videos. Spätestens sei Pokémon Go ist AR auch einer breiteren Öffentlichkeit ein Begriff.

„Trotz Corona echte Emotionen nach Hause schicken“

Jede Miss-Germany-Finalistin bekam ein Ticket nach Hause geschickt, das mit der getbaff-App zum Leben erweckt werden konnte. „Damit konnten wir trotz Corona echte Emotionen nach Hause senden“, sagt Hendrik Gottschalk. In der Videobotschaft erfuhren die Kandidatinnen, dass sie zu den Top 10 ihres jeweiligen Bundeslands gehören und somit an Live-Events teilnehmen.

Bei diesen Events im August produzierten die Teilnehmerinnen unter anderem Fotos und Videos für das Online-Voting und ihre eigenen Social-Media-Kanäle. Tipps bekamen sie von Fachfrauen in exklusiven Coachings: Dazu wurden analoge Aufsteller mit Fotos der Expertinnen so bearbeitet, dass durch das „Baffen“ der Bilder weitere Ratschläge den Weg auf die Smartphones des Kandidatinnen fanden.

Mit der getbaff-App konnten die Kandidatinnen an digitalen Coachings teilnehmen. Hinter den analogen Aufstellern verbergen sich Videos.

Mit der getbaff-App konnten die Kandidatinnen an digitalen Coachings teilnehmen. Hinter den analogen Aufstellern verbergen sich Videos. © Fabian Kirchner

„Ich freue mich extrem, dass wir das Thema Female Empowerment durch unsere Expertise im AR-Bereich vorantreiben dürfen“, sagt Gottschalk und kündigt an, in der nächsten Runde noch eine technologische Schippe draufzulegen.

Deutschlands bekanntester Schönheitswettbewerb wird somit noch digitaler. Schon im Vorjahr lief der Bewerbungsprozess ausschließlich digital, was nach Angaben des Veranstalters zu einem nie dagewesenen Bewerberinnen-Aufkommen mit rund 7500 Neuanmeldungen geführt habe.

Erste AR-Kampagne in mehr als 90-jähriger Wettbewerbshistorie

Durch die Zusammenarbeit mit getbaff erschaffe man in der über 90-jährigen Historie der Miss-Germany-Wahl nun die erste AR-Kampagne, sagt Max Klemmer, geschäftsführender Gesellschafter der Miss Germany Corporation. „Augmented Reality ist ein weiterer Meilenstein für die konsequent crossmedial gedachten Miss-Germany-Abenteuer.“

Das Online-Voting findet im September und Oktober statt. Danach schaffen es drei Kandidatinnen pro Bundesland in die nächste Runde. Zwei Wildcards gehen an jene Frauen, die die Jury zwar überzeugt, es beim Voting aber nicht eine Runde weiter geschafft haben. Die Jury bestimmt anschließend die 16 Bundesland-Siegerinnen, die beim Finale am 27. Februar 2021 in Freiburg antreten.

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