Missverständnis: Feuerwehr suchte den Brandort

Anwohner entsetzt

WULFEN Von Feuerwehrleuten, "die am Wischenstück in Barkenberg durch die Gegend irren, weil sie die Zufahrt zum Kindergarten nicht finden", spricht der Wulfener Andreas Mlakar. Die Stadt Dorsten aber spricht von einem "Missverständnis".

von Von Michael Klein

, 14.07.2009, 18:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Feuerwehrmann bekämpft die Flammen am Kindergarten Wischenstück.

Ein Feuerwehrmann bekämpft die Flammen am Kindergarten Wischenstück.

"Zweimal hat hier nur eine Mülltonne gekokelt, aber was ist, wenn es mal im Kindergarten brennt?", fragt Andreas Mlakar. Vor ein paar Monaten, als die erste Wulfener Brandserie den Stadtteil in Angst und Schrecken versetzte, hatten Unbekannte hier gefackelt. Und auch am vergangenen Wochenende wurde am Kindergarten ein Müllcontainer in Brand gesetzt.

"Beim ersten Mal haben die Feuerwehrleute einen Schlauch über den Garagenhof legen müssen, weil sie die Zufahrt nicht gefunden haben", beobachtete Andreas Mlakar. Am Wochenende musste sich sein Sohn in einen Löschwagen setzen, um den Einsatzkräften den Weg zu zeigen.

Warum der städtische Kindergarten, der sehr versteckt liegt, als öffentliches Gebäude nicht ausgeschildert ist? Diese Frage stellt sich für den Wulfener ebenso wie diejenige, ob die Feuerwache keine Einsatzpläne für den Notfall hat. "Es kann doch nicht sein, dass sich ein Einsatz verzögert, weil der Weg nicht bekannt ist." Vor allem, weil das Gefahrenpotential dort so groß ist: "Während es in der Nachbarschaft Nachtspeicherheizungen gibt, hat der Kindergarten einen Gastank", weiß Andreas Mlakar. Falschen Straßennamen genannt Rolf Köllmann, Leiter des Ordnungsamte, erklärt den Fall so: Der Notruf war über die Nummer 112 bei der Leitstelle in Recklinghausen eingegangen, die hat dann die Dorstener Feuerwache mit den Worten informiert, am „Eichenstück“ brenne ein Container. „Deswegen ist das erstmal nicht gefunden worden.“ Er sagt, dass es natürlich Einsatzpläne für den Fall der Fälle gibt. „Wenn es heißen würde, der Kindergarten brennt, da fahren wir dann blind hin.“ Die Einsatzkräfte kennen alle Ecken des Ortsteils, durch viele Übungen und Orientierungsfahrten. Rolf Köllmann sagt, dass öffentliche Gebäude nicht unbedingt ausgeschildert sein müssen und lobte die Familie Mlakar: „Es ist doch toll, dass Bürger uns einweisen, damit wir schnell am Brandort sind.“

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