Musikalischer Genuss in toller Kulisse

Parkkonzert

Tolles Kulisse, tolles Konzert: Einen musikalischen und kulinarischen Sonntagmorgen und -mittag erlebten die Gäste beim Parkkonzert im Garten der Familie Schürholz im Marienviertel mit dem Fanfarencorps Hervest-Dorsten 1957 und der Blasmusik St. Marien.

DORSTEN

, 14.06.2015, 15:54 Uhr / Lesedauer: 2 min
Musikalischer Genuss in toller Kulisse

Die große Bühne bot genügend Platz für die großen Musikgruppen.

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Parkkonzert im Schürholz-Garten

Einen musikalischen und kulinarischen Sonntagmorgen und -mittag erlebten die Besucher beim Parkkonzert im Marienviertel.
14.06.2015
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Mit Stücken von Georg ter Voert wie "Auf der Burg" oder "Vestische Stadt 1251" unterhielt das Fanfarencorps Hervest-Dorsten 1957 die Besucher beim Parkfest im Garten der Familie Schürholz im Marienviertel.© Foto: Berthold Fehmer
Eine konzentrierte Leistung lieferten die Musiker des Fanfarencorps Hervest-Dorsten beim Parkkonzert.© Foto: Berthold Fehmer
Ein musikalisches und kulinarisches Programm wurde den Gästen beim Parkkonzert geboten.© Foto: Berthold Fehmer
"Music" von John Miles, "The Washington Post" oder Passagen aus "Starlight Express" spielte die Blasmusik St. Marien.© Foto:_Berthold Fehmer
Einen kalorienreichen Start hatten sich die Musiker der Blasmusik St. Marien mit dem Udo-Jürgens-Stück "Aber bitte mit Sahne" herausgesucht.© Foto: Berthold Fehmer
Die große Bühne bot genügend Platz für die großen Musikgruppen.© Foto: Berthold Fehmer
Einige Gäste zogen die schattigen Sitzplätze unter der Rotbuche vor.© Foto: Berthold Fehmer
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Eine große Bühne, zwei Musikgruppen, ein herrlicher Park, Sonnenschein – die Rahmenbedingungen waren perfekt. Dass trotzdem in den Stuhlreihen einige Plätze frei blieben, lag daran, dass viele Gäste einen Schattenplatz unter der mächtigen Rotbuche im Garten vorzogen. Moderator Hans-Jochen Schräjahr, selbst im Marienviertel aufgewachsen, zeigte sich glücklich, „dass ich wieder in meiner alten Heimat sein darf“. Im Gespräch Schräjahrs mit Henner Schürholz über dessen Familie erfuhren die Gäste, dass sein Vorfahr, Carl August Schürholz, 1804 der erste Zeitungsverleger Dorstens wurde. Oder wie das Geschäft Schürholz am Markt oder die Teppichfabrik „Deutsche Kokos-Weberei“ (Dekowe) an der Marienstraße gegründet wurden. 2007 musste Dekowe Insolvenz anmelden – aufgrund der Billig-Konkurrenz aus Indien und China.

„Hier zu spielen, war natürlich traumhaft“

1907 sei die Familie in das Haus an der Marienstraße gezogen, berichtete Schürholz. Damals sei die Rotbuche 10 bis 20 Jahre alt gewesen, wie man auf alten Fotos sehen könne. „Die ganzen Familienfotos wurden immer unter der Buche gemacht“, erinnerte sich Henner Schürholz: „Hier zu spielen, war natürlich traumhaft.“ Mit der Geschichte des Fanfarencorps Hervest-Dorsten ist die Familie Schürholz ebenfalls eng verknüpft. Guido Schürholz und Hans-Jürg

en Schürholz zählten zu den Gründungsmitgliedern. Guido Schürholz, letzter noch lebender Mitbegründer, war sichtlich gerührt, als ein Radio-Beitrag eingespielt wurde, in dem sein Bruder Hans-Jürgen 1967 live aus Montreal zugeschaltet wurde, wo das Fanfarencorps bei der damaligen Weltausstellung spielen durfte. Jüngster Teilnehmer damals: Werner Rommeswinkel, heute stellvertretender Geschäftsführer des Fanfarencorps. „Das war damals, als würden wir heute ein Konzert auf dem Mond geben.“

"Aber bitte mit Sahne"

So schön wie im Garten der Familie Schürholz wäre es auf dem Mond aber sicherlich nicht. Viel Applaus erhielt das Fanfarencorps für seine konzentrierte Vorstellung, unter anderem von Stücken von Georg ter Voert wie „Auf der Burg“ oder „Vestische Stadt 1251“, eine eigens für Dorsten komponierte Hymne. „Kalorienreich“, so Schräjahr, ging es bei der Blasmusik St. Marien los: „Aber bitte mit Sahne“. Applaus gab es aber auch für „Music“ von John Miles oder Auszüge aus „Starlight Express“. Solistin Helena steuerte Klänge aus Oper und Musical bei. Zum krönenden Abschluss spielten Blasmusik und Fanfarencorps gemeinsam: der passende Schlusspunkt für ein gelungenes Konzert in toller Kulisse. 

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