Nach Dauerregen steigt die Lippe rasch an

Daten des Lippeverbandes

So schnell kann sich die Wetterlage drehen - und damit die Pegelstände von Flüssen und Bächen: Nach monatelangem Niedrigwasser in der Region ist die Lippe seit Mittwoch stark angeschwollen. Die Pegel steigen so rasch, dass die "Hochwasserampel", die dem Lippeverband als Frühwarnsystem dient, von "Grün" auf "Gelb" umgesprungen ist.

Dorsten

23.02.2017, 12:50 Uhr / Lesedauer: 1 min
Nach Dauerregen steigt die Lippe rasch an

Ein Bild aus dem Archiv: Die Lippe schwillt zurzeit wegen der extremen Niederschläge wieder an.

Für Dorsten wird für Donnerstagabend mit dem Erreichen der Warnschwelle von 6,50 Metern gerechnet – Betriebsmannschaften und Hydrologen des Lippeverbandes behalten für die nächsten Tage die Wasserstände im Blick, heißt es vom Lippeverband.

Im Lippeverlauf von Ost nach West stellt sich die Situation an der mittleren Lippe (Hamm-Lünen) eher unspektakulär dar: An den Pegeln in Hamm und Lünen ist die Lippe seit Mittwoch um 30 bis 40 Zentimeter gestiegen. Ab dem Pegel Haltern verstärkt die hier einmündende Stever mit ihrem Zufluss die rasch anschwellende Lippe: Der Pegel Haltern, am Montag noch bei 1,40 Meter, Mittwoch bei 1,55 Meter wird in der Nacht zu Freitag auf 2,50 bis 3 Meter ansteigen, für Freitag halten die Modellprognosen schon 4 Meter und mehr für möglich.

Maximum am Rapphofs Mühlenbach

Die Entwicklung setzt sich über Dorsten, Krudenburg und Wesel bis zur Lippemündung in den Rhein fort – nur eben zeitversetzt, weil die „Welle“ hoher Wasserstände ein bis zwei Tage braucht, um durch die ganze Lippe zu fließen. Auch die Nebenläufe der Lippe sind z.T. stark gestiegen: Der Rapphofs Mühlenbach in Dorsten, der in den vergangenen Wochen am Unterlauf zwischen 90 und 100 Zentimetern pendelte, erreichte in der Nacht auf Donnerstag ein vorläufiges Maximum von 1,60 Meter.

Die aktuellen Lippepegelstände findet man.

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