Nette Idee der Stadt: 5100 Kinder bekommen Post mit Osterbastelaktion

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Mit ungewöhnlichen Osteraktionen sorgt die Stadt dafür, dass mehr als 5000 Kinder in Dorsten Spaß haben und gleichzeitig über das Coronavirus informiert werden. Auch der Osterhase hat Post.

Dorsten

, 02.04.2020, 14:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Normalerweise bekommen Kinder wenig Post. Umso mehr freuten sich jetzt gut 5100 kleine Dorstener, als ihnen der Briefträger ein an sie persönlich adressiertes Schreiben von der Stadt in den Briefkasten steckte. Inhalt: eine Bastelanleitung für eine bunte Osteraktion in Zeiten der Corona-Krise.

„Der Zwerg ist überglücklich, dass er auch mal Post bekommt“, schrieb eine Mutter über den Internet-Kurznachrichtendienst „Twitter“. Dafür bekam sie mehr als 2000 Likes von ihren Followern. Auch in anderen Sozialen Netzwerken wie Facebook oder Instagram gibt es viel Lob für die Aktion der Stadtverwaltung.

Kresse und Superheldenmaske

Neben ein paar netten und informativen Worten von „Eurem Bürgermeister Tobias“ erhielten die Briefe einige Überraschungen. Die Drei- bis Sechsjährigen bekamen ein Päckchen Kresse - zur Einsaat in eine leere und offene Eierschale, die die Kinder bunt bemalen sollen.

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Die Sieben- bis Zehnjährigen fanden eine Vorlage für eine „Superhelden-Maske“ vor, ebenfalls zum Ausmalen und Verzieren.

Fotos von ihren Werken haben einige Kinder bereits im Internet unter dem Hashtag #zuhausefürdorsten bei Instagram und Facebook gepostet. Unter allen Einsendungen wird die Stadt jeweils drei Preise verlosen.

Die ersten Fotos von Kresse-Eiern sind bereits gepostet worden.

Die ersten Fotos von Kresse-Eiern sind bereits gepostet worden. © Privat

„Mit dieser Aktion möchte die Stadt kindgerecht Aufklärungsarbeit leisten und ein sinnvolles Mittel gegen die Langeweile bieten“, so Christoph Winkel (Pressestelle). „Entwickelt wurde die Idee von Kollegen im Rathaus.“ Mitarbeiter der Verwaltung erstellten die Bastelbögen ebenso die kleinen Info-Flyer, die Azubis halfen mit, dass die Briefsendungen innerhalb eines Nachmittags versandfertig gemacht wurden.

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Die Kressetüten hat die Stadt von einem Saatgut-Händler bezogen. Die Kosten für die Osteraktion in Höhe von gut 7500 Euro wurden aus Mitteln der Kinder- und Jugendhilfe finanziert.

Die "Erlaubniserteilung" für den Osterhasen und der Besuchsantrag.

Die „Erlaubniserteilung" für den Osterhasen und der Besuchsantrag. © Michael Klein

Die Stadt verbindet zudem bei einer weiteren ungewöhnlichen Kinderaktion Unterhaltung und Information. Weil ein kleiner Dorstener Junge namens Louis von Bürgermeister Tobias Stockhoff wissen wollte, ob trotz Corona-Krise in diesem Jahr der Osterhase kommen darf, hat die Stadt eine augenzwinkernde „Erlaubniserteilung auf eine Verteil- und Versteckaktion von Hühner- und Schokoladenprodukten“ veröffentlicht - aber nur, wenn der Osterhase den Mindestabstand einhält und sich gründlich die Pfoten wäscht.

Osterhasenbüro im Rathaus

Im Internet gibt es sogar ein Formular, in dem Kinder bis zum 7. April einen „Antrag auf Besuch des Osterhasen“ stellen und diesen per Post an das „Osterhasen-Büro“ im Rathaus Dorsten schicken können.

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