Die ADFC-Ortsgruppe will ab nächstes Jahr geführte Radtouren anbieten. Die ersten führt am 3. April zum „Gleiscafe Fritzchen " in Wanne-Eickel. (Symbolbild) © ADFC
Radfahren

Neue ADFC-Ortsgruppe in Dorsten nimmt jetzt richtig Fahrt auf

Pandemie-bedingt ist die neue ADFC-Ortsgruppe in Dorsten öffentlich noch nicht so in Erscheinung getreten, wie sie es eigentlich wollte. Doch jetzt soll die Arbeit Schwung aufnehmen.

Gut ein Jahr lang besteht inzwischen in Dorsten eine eigene Ortsgruppe des „Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs“ (ADFC). Pandemie-bedingt fuhren die Aktivitäten der Mitglieder ein wenig auf Sparflamme. „Doch jetzt kann endlich Schwung in die Sache kommen“, sagt Bärbel Pötsch, eine der Initiatorinnen.

Denn kürzlich fand in der Maschinenhalle der Zeche Fürst Leopold die erste offizielle Mitgliederversammlung des Vereins statt.

Aufgabe des ADFC ist es, eine möglichst schlagkräftige Lobby für die Interessen des Radverkehrs zu schaffen. Bislang wurden die 70 Dorstener Mitglieder durch den ADFC-Kreisverband Recklinghausen vertreten. „Doch es ist natürlich sinnvoller, direkt vor Ort für die Radfahrer tätig zu werden“, sagte Kreisverbands-Vorsitzender Klaus Droste.

Die gut 25 anwesenden Mitglieder wählten Ulrich Bolle als ersten Sprecher, Bärbel Pötsch als zweite Sprecherin. Beide hatten vorher kommissarisch die Geschicke der Ortsgruppe geleitet.. Trotz der Corona-Zeit haben sie in den letzten zwölf Monaten mit ihrem Team schon einiges auf die Beine stellen können.

Es gab drei erfolgreiche Fahrrad-Codierungsaktionen, sie sollen bei Stadtfesten und Aktionstagen weitergeführt werden. Der Dorstener ADFC hat sich bei bundesweiten Aktionen, wie dem „Stadtradeln“ und dem „Parking Day“, beteiligt, auch kürzlich beim örtlichen Radmobilitätstag auf dem Marktplatz.

Die Mitglieder des ADFC Dorsten trafen sich zur Mitgliederversammlung in der Maschinenhalle der Zeche Fürst Leopold. © Bärbel Pötsch © Bärbel Pötsch

Künftig soll das Augenmerk auch auf gemeinsame geführte Radtouren gerichtet werden. Vier Vereinsaktive haben kürzlich in Hamminkeln bei einem ADFC-zertifizierten Lehrgang eine Tourenleiter-Ausbildung gemacht. „Sie werden ab nächstes Jahr Touren ab Dorsten in alle Himmelsrichtungen anbieten“, so Bärbel Pötsch. „Von längeren Tagestouren bis hin zu Feierabendausflügen für Berufstätige.“

Aber nicht nur in der Freizeit, sondern auch für die Mobilität im Alltag nimmt das Fahrrad als Verkehrsmittel einen immer größeren Stellenwert ein. Bärbel Pötsch betont, dass sich der ADFC deshalb verstärkt gegenüber Verwaltung und Politik dafür einsetzen werde, dass auch für Dorsten mehr radfahrerfreundliche Lösungen erarbeitet und umgesetzt werden, „gerade im Hinblick auf das geplante Mobilitätskonzept der Stadt“.

Dazu sei es es wichtig, dass die Lobby für den Radverkehr in der Lippestadt noch stärker werde. Deshalb plant der ADFC ab nächstes Jahre offene Mitgliedertreffen und regelmäßige Radler-Stammtische mit fachlichen Vorträgen und Diskussionsabenden zu Themen, die die Fahrradfahrer beschäftigen.

Stand beim Lichterfest

Und engagierte Neu-Mitglieder seien auch erwünscht. Wer mitmachen will, wende sich per E-Mail an dorsten@adfc-kvre.de. Persönlich sind die ADFC-Mitglieder übrigens auch beim Lichterfest am 7. November (Sonntag) an ihrem Info-Stand in der Dorstener Innenstadt zu sprechen.

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Geboren 1961 in Dorsten. Hier auch aufgewachsen und zur Schule gegangen. Nach erfolgreich abgebrochenem Studium in Münster und Marburg und lang-jährigem Aufenthalt in der Wahlheimat Bochum nach Dorsten zurückgekehrt. Jazz-Fan mit großem Interesse an kulturellen Themen und an der Stadtentwicklung Dorstens.
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Michael Klein

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