Der Kreis RE hat den 27 Jahre alten Starkenkasten an der Marler Straße durch eine moderne Anlage ersetzt. © Robert Wojtasik
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Neuer Blitzer macht mit Lasertechnik Jagd auf Temposünder

An der Marler Straße wird nun mit Lasertechnik geblitzt. Die neue Anlage ersetzt einen 27 Jahre alten Starenkasten, der im Vergleich zu anderen Blitzern in Dorsten eher selten auslöste.

Nach und nach verschwinden die Starenkästen aus dem Straßenbild und werden durch moderne Blitzersäulen ersetzt. Der Kreis Recklinghausen hat nun den 27 Jahre alten Starenkasten an der Marler Straße ausgetauscht und einen neuen Blitzer mit Lasertechnik installiert. Die neue Anlage steht schon seit einigen Tagen und ist mittlerweile auch in Betrieb.

Seit 30 Jahren macht der Kreis RE mit fest installierten Starenkästen Jagd auf Temposünder. Von den insgesamt 23 stationären Blitzern des Kreises befinden sich drei in Dorsten Sie stehen an der Marler Straße (B 225), an der Bochumer Straße (B 224) und an der Lippramsdorfer Straße (K 55).

Blitzer an Lippramsdorfer Straße am erfolgreichsten

Die mit Abstand meisten Temposünder registrierte im vergangenen Jahr der Blitzer an der Lippramsdorfer Straße, der insgesamt 6.484-mal auslöste. An der Bochumer Straße wurden im vergangenen Jahr 847 Temposünder geblitzt. Abgeschlagen auf dem letzten Platz landet der alte Starenkasten von der Marler Straße mit 101 registrierten Verkehrsverstößen in 2020.

Die Unterschiede können mehrere Ursachen haben. Nicht jeder Blitzer ist dauerhaft mit einer Kamera ausgestattet. Der Kreis RE verfügt mittlerweile über zwölf Kameras, die abwechselnd zum Einsatz kommen. Nur eine Handvoll Blitzer haben eine fest verbaute Kamera und sind somit immer scharf.

Aber auch Baustellen können dafür sorgen, dass langsamer gefahren werden muss und Blitzer entsprechend seltener auslösen. „Theoretisch kann es auch sein, dass mit einer Messschleife gearbeitet wurde, die nicht intakt war“, so Kreissprecherin Lena Heimers.

1,8 Millionen für moderne Blitzer und mehr Kameras

Der Kreis Recklinghausen hat im Frühjahr 2020 begonnen, seine Starenkästen im Kreisgebiet gegen Blitzersäulen mit Lasertechnik auszutauschen. Mit der neuen Anlage an der Marler Straße ist die Modernisierung der Geschwindigkeitsüberwachung vorerst abgeschlossen. Rund 1,8 Millionen Euro hat der Kreis RE dafür ausgegeben.

Und die Investition macht sich offenbar bezahlt. Im vergangenen Jahr wurden kreisweit rund 63.700 Tempoverstöße registriert und damit knapp 4.500 mehr als im Jahr davor. Rund 1,47 Millionen Euro nahm der Kreis RE dadurch ein, was einem Plus von etwa 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Über den Autor
Redakteur
Einst aus Sachsen nach Westfalen rübergemacht. Dort in Münster und Bielefeld studiert und nebenbei als Sport- und Gerichtsreporter gearbeitet. Jetzt im Ruhrpott gelandet. Seit 2016 bei Lensing Media.
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Robert Wojtasik

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