Neuer Ort für den Drubbel in Öl gesucht

Bild von Berthold Steinkamp

Berthold Steinkamp malte 1975 ein Ölbild mit einem Motiv, das in letzter Zeit wieder in aller Munde war: der Drubbel. Da die Stelen als Erinnerung an den im Zweiten Weltkrieg zerstörten Gebäudekomplex nicht kommen, soll dieses Bild nun, so Steinkamps Wunsch, an einer prominenten Stelle an ihn erinnern.

Dorsten

, 21.11.2016, 17:38 Uhr / Lesedauer: 2 min
Berthold Steinkamp hat 1975 den Drubbel in Öl verewigt. Da das Gemälde in seinem Partykeller kaum noch jemand zu Gesicht bekommt, würde er sich über einen neuen Ort für das Bild freuen.

Berthold Steinkamp hat 1975 den Drubbel in Öl verewigt. Da das Gemälde in seinem Partykeller kaum noch jemand zu Gesicht bekommt, würde er sich über einen neuen Ort für das Bild freuen.

Viele Jahre lang war der Partykeller des Ehepaars Steinkamp ein geselliger Ort. Karneval, Geburtstage und Silvester wurde dort gefeiert. Und immer, wenn die Gäste durch die Tür kamen, fiel ihr Blick auf das Gemälde, das Hausherr Berthold Steinkamp 1975 gemalt hat und dessen Motiv in den vergangenen Wochen wieder in aller Munde war: der Drubbel. Da die Stelen zur Erinnerung an den im Zweiten Weltkrieg zerstörten Gebäudekomplex in der Innenstadt nicht kommen, soll dieses Bild nun, so Berthold Steinkamps Wunsch, an einer prominenten Stelle an ihn erinnern.

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Für den Keller sei es einfach zu schade, findet auch seine Frau Heidi. "Die Zeit der Feten ist vorbei und es ist kaum noch jemand unten." Im Gegensatz zu den Stelen, die viel Geld gekostet und Auswärtigen oder auch jüngeren Menschen kein Bild von der schmucken Häuserzeile vermittelt hätten, würde sein in Öl gemaltes, farbenfrohes Bild dies schaffen, glaubt Berthold Steinkamp.

Kleine Vorlage mit Details

Der 1949 Geborene hat den Drubbel selbst zwar nicht mehr gesehen, aber sein Ölgemälde orientiert sich an einem kleinen Aquarell, das ein Franzose gemalt hat und das dem Feldmärker geschenkt wurde. Viele Details des Drubbels sind darauf zu erkennen, wie ein Briefkasten an der Wand und die Herzen in den hölzernen Fensterläden. "Das muss ein echter Profi gewesen sein", sagt Berthold Steinkamp bewundernd. Der 67-Jährige selbst malt seit seiner Schulzeit, brennt Kunstwerke in Holz ein und zeichnet Urlaubserinnerungen in kleine Notizbücher. Das Wappen "seiner" Feldmärker Schützen hat er entworfen und auch Dorstener Motive finden immer wieder den Weg in seine Bilder.

Das Bild des Drubbels würde sich seiner Meinung nach gut in einem Geschäft oder auch im Rathaus machen. "Es wäre schön, wenn es irgendwo aufgehängt wird, wo es gut zur Geltung kommt", sagt er und denkt dabei an das Gemälde vom Marktplatz im Ersten Weltkrieg, das in der Bäckerei Imping in den Mercaden hängt. "An so einem Ort kann es jeder sehen."

Wer Interesse an dem Gemälde hat und es kaufen möchte, meldet sich in der Redaktion (Tel. 927710 oder ). Wir leiten die Anfragen an Berthold Steinkamp weiter.

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