Im ehemaligen Ladenlokal der Druckerei Scharlau an der Bochumer Straße wird die Kleiderkammer des SkF im Frühsommer eine neue Bleibe finden. © Michael Klein
Sozialkaufhaus

Neuer Standort für die abgebrannte SkF-Kleiderkammer

Die Kleiderkammer des Sozialdienstes katholischer Frauen steht nach der Zerstörung des Ladens an der Crawleystraße bei einem Brand jetzt vor einem Neuanfang an einem neuen Standort.

Wann die Kleiderkammer des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) nach dem verheerenden Brand an der Crawleystraße wieder in Betrieb gehen kann, steht noch nicht fest. Aber der Mietvertrag für das neue Sozialkaufhaus ist unterschrieben. SkF-Vorsitzende Hildegard Hemmer hofft auf einen Termin im Frühsommer.

„Bis dahin können wir weiterhin keine Sach-Spenden annehmen“, erklärt die Vorstandsfrau. „Wir haben keine Lagerfläche, und die neuen Räume sind noch nicht aufnahmefähig.“ Sie bittet die Spender deshalb, noch zu warten und die ausrangierten Artikel vorerst noch zu Hause aufzubewahren.

Dorstener Unternehmer-Familie half dem SkF mit Räumen

Derweil kümmern sich fleißige Helfer um den Neuanfang an der Bochumer Straße 22. Freiwillige Helfer organisieren neue Regale für das ehemalige Ladenlokal der Druckerei Scharlau, das die Dorstener Unternehmer-Familie Cirkel dem Verband angeboten hatte, nachdem sie in der Zeitung von der völligen Zerstörung des Pavillons an der Crawleystraße gelesen hatte.

Hildegard Hemmer und ihre fast 30 ehrenamtlichen Mitstreiterinnen sind sehr froh über dieses Angebot. Das Ladenlokal ist mit 120 Quadratmetern ähnlich groß wie das vorherige, aber etwas weniger verwinkelt und deshalb praktischer. Auch die Lage sei gut, sagt Hemmer: „Es gibt Kurzzeit-Parkplätze für die Anlieferung vor der Tür.“ Wer länger bleiben wolle und mit dem Auto komme, könne ebenfalls in der Nähe Stellplätze finden.

Die Corona-Pandemie bringt allerdings noch einige Unwägbarkeiten mit sich. Das Ladenlokal hat keinen zweiten Ausgang, das macht die Installierung eines Einbahn-Systems schwierig. Und ob die Helferinnen im Mai schon alle wieder an Bord sein werden, weiß Hildegard Hemmer auch noch nicht. Davon und von den dann gültigen Corona-Regeln werden auch die Öffnungszeiten abhängen. Für seine Stammkunden würde das Team am liebsten genauso häufig da sein wie vor der Pandemie.

Ab dem Frühsommer werden wieder Spenden angenommen

Hildegard Hemmer weiß, dass viele Kunden sehnlich auf die Wiedereröffnung warten. „Viele sind darauf angewiesen, sich bei uns einzudecken. Gerade zum bevorstehenden Saisonwechsel brauchen viele Familien passende Kinderkleidung und Kinderschuhe. Deshalb wird es Zeit, dass wir zurückkommen.“

Die Kleiderkammer der SkF war erst 2018 vom Duwenkamp zur Crawleystraße 9 gezogen. Dort vernichtete am 25. Oktober 2020 ein Feuer alles. © Foto: Anke Klapsing-Reich © Foto: Anke Klapsing-Reich

Damit ab Frühsommer alle Kundenwünsche im Sozialkaufhaus erfüllt werden können, braucht der SkF Spenden: Neben Kleidung und Haushaltswaren (keine Möbel) sind das auch gut erhaltene Kinderbetten, Kinderwagen und Babysachen.

Der SkF gibt rechtzeitig bekannt, ab wann er diese Spenden am neuen Standort annehmen kann.

Über die Autorin
Redaktion Dorsten
Geboren und geblieben im Pott, seit 1982 in verschiedenen Redaktionen des Medienhauses Lensing tätig. Interessiert an Menschen und allem, was sie anstellen, denken und sagen.
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Petra Berkenbusch