Andre Braun eröffnet am Samstag (30. Oktober) in der Lippestraße 34 gemeinsam mit Geschäftspartnerin Melanie Hormann das Geschäft „180 Grad" und verkauft dort Boardsport-Ausstattung und Beachware. © Michael Klein
Neueröffnung

Neues Geschäft in Fußgängerzone Dorsten – für trendigen Freizeitsport

Ein ehemaliger Trainer macht sich in der Fußgängerzone in Dorsten mit einem Ladenlokal für einen trendigen Freizeitsportbereich selbstständig. Er profitiert von einem Landesförderprogramm.

Auf den Wasserstraßen in Dorsten und in der Region bietet er unter dem Namen „SUP-mobil-Trainer“ seit vier Jahren nebenberuflich Kurse und Ausflüge für Stand-Up-Paddel-Fans an. „Plus kleinem Online-Shop aus einer XXL-Garage heraus“, sagt Andre Bauer. Doch jetzt will sich der 49-Jährige mit Geschäftspartnerin Melanie Hormann mit einem zusätzlichen Ladenlokal selbstständig machen – und nach 25 Jahren seinen bisherigen „Brotjob“ als Fitnesstrainer an den Nagel hängen.

Geschäftsname: „180 Grad“

In der Lippestraße 34 in der Dorstener Fußgängerzone ist er fündig geworden. Die Räume eines in die Nachbarschaft gezogenen Shisha-Shops hat er in den vergangenen Wochen renoviert und eingerichtet. „180 Grad“ heißt das Geschäft – im Angebot ist alles, was das Sportboarder-Herz begehrt: Skateboards, SUP-Boards, das dafür nötige Zubehör, dazu Beachware.

„Ein solches Spezialgeschäft gibt es in den näheren Umgebung nicht“, sagt Andre Bauer und ist sich sicher, dass er „genügend auswärtige Kunden findet“. Dass er hier dank eines Landesförderprogramms nur eine reduzierte Miete zahlen muss, kommt ihm natürlich entgegen.

Den Tipp hatte ihm sein guter Freund und DIA-Vorsitzender Lorenzo Köller gegeben. „Der hat mich zum Dorstener City-Manager Christoph Krafczyk verwiesen und mit ihm war das von Anfang an eine vertrauensvolle Zusammenarbeit“, so Braun. „So ein Mietvertrag war ja Neuland für mich.“

Die „180 Grad“-Neueröffnung ist inzwischen die dritte im Zuge des „Sofortprogramms zur Stärkung unserer Innenstädte und Zentren in Nordrhein-Westfalen“, aus dem auch die Stadt Dorsten Fördermittel bekommt.

Blumengeschäft und Restaurant

Die erste war im Sommer der Geschäftswechsel des 120 Quadratmeter großen Ladenlokals an der Lippestraße 18, in dem früher „Blume Risse“ beheimatet war und in dem durch die Förderung „Floristik Köster“ als Nachmieter einziehen konnte.

Nummer zwei sollte ebenfalls schon eröffnet haben, aber es gibt da noch einige Verzögerungen. Es handelt sich um das ehemalige Bäckerei-Cafe „Ernsting“ (Essener Tor), das derzeit für das indische Restaurant „Makalakshmi“ umgebaut wird. „Die neuen Pächter sind fleißig zugange“, so City-Manager Christoph Krafczyk vom Stadtteilbüro „Wir machen Mitte“, der das Förderprogramm für die Stadt bereut.

Das indische Restaurant Makalakshmi wird in wenigen Wochen eröffnen.
Das indische Restaurant Makalakshmi wird in wenigen Wochen eröffnen. © Michael Klein © Michael Klein

In den vergangenen Tagen sei dort ein Teil des Mobiliars geliefert worden, auch die Theke wurde kürzlich eingebaut. Allerdings gibt es noch letzte genehmigungsrechtliche Dinge zu klären. Bis zur Eröffnung könnte es deshalb noch einige wenige Wochen dauern.

Zum 1. Januar sollen dann die nächsten Vermietungen über das Förderprogramm erfolgen, gleich drei an der Zahl. Alle befinden sich laut Krafcyk in der Lippestraße. Wo genau, will er noch nicht verraten. Auch nicht, um welche neuen Mieter es sich handelt. Nur soviel: Es handelt sich einmal um eine zukünftige kulturelle Nutzung, in ein Objekt zieht ein Einzelhändler ein, ins dritte ein Dienstleister.

Mithilfe des Förderprogramms kann die Stadt aktiv Einfluss auf die Entwicklung im innerstädtischen Einzelhandel nehmen, indem sie leer stehende Ladenlokale übergangsweise für eine Dauer von zwei Jahren vom Vermieter anmieten und vergünstigt weitervermieten kann.

Eigentlich sollte die Stadt nur sieben Objekte ins Visier nehmen dürfen. „Die Bezirksregierung als Fördergeberin hat uns aber nun bewilligt, dass wir mehr umsetzen können“, so der City-Manager. Das liegt vor allem daran, dass die Stadt bislang die Förderhöchstsätze (auch bei der Größe der Ladenlokale) deutlich unterschritten habe.

Wie Krafczyk sagt, gibt es derzeit viele Miet-Interessenten. „Aber die konzentrieren sich meist auf die immer gleichen Lokale.“ Und manchmal seien die Geschäftskonzepte auch nicht immer ganz ausgereift. Denn Programm-Ziel sei es, die Mietverhältnisse nach den zwei Jahren dauerhaft verlängern zu können.

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Geboren 1961 in Dorsten. Hier auch aufgewachsen und zur Schule gegangen. Nach erfolgreich abgebrochenem Studium in Münster und Marburg und lang-jährigem Aufenthalt in der Wahlheimat Bochum nach Dorsten zurückgekehrt. Jazz-Fan mit großem Interesse an kulturellen Themen und an der Stadtentwicklung Dorstens.
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Michael Klein

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