Neues Matthäusheim in Wulfen: Entscheidung über Standort ist gefallen

Matthäusheim

Die Entscheidung über den Standort des neuen Matthäusheims in Wulfen ist gefallen. Im Kirchenvorstand gab es eine klare Mehrheit.

Wulfen

, 08.02.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Neues Matthäusheim in Wulfen: Entscheidung über Standort ist gefallen

Das neue Matthäusheim in Wulfen soll an der Kirche gebaut werden. © Hans Blossey (Archiv)

Das neue Matthäusheim in Wulfen wird an der Matthäuskirche gebaut. Das teilte das Pfarrbüro St. Barbara mit. Der Kirchenvorstand tagte am Mittwochabend und habe sich „in geheimer Abstimmung mit einer klaren Mehrheit für den südlichen Kirchplatz als Standort für das Matthäusheim ausgesprochen“, sagte Pfarrer Martin Peters.

Die Meinungen in der Standort-Frage gingen in Wulfen durchaus auseinander. Im Rennen waren bis zuletzt die Standorte „Pfarrhaus“ am Burgring und der Kirchplatz. Einige Mitglieder der KFD St. Matthäus hatten sich beispielsweise klar für einen Neubau am Pfarrhaus ausgesprochen (DZ+).

Kirchenvorstand will Belange der Anlieger weiter berücksichtigen

Dem Kirchenvorstand sei wichtig gewesen, die Hinweise aus der Gemeinde sowie die Belange der Anlieger bei der weiteren Planung zu berücksichtigen, heißt es in der Pressemitteilung des Pfarrbüros: „Ob Lärmschutz der Anlieger, Parkflächen, Lagermöglichkeiten oder die dauerhafte Möglichkeit der Nutzung des Pfarrhausgartens – all diese Aspekte werden in die weiteren Planungsschritte einfließen“, sagte der kommissarische Pfarreiratsvorsitzende Franz-Hermann Lürken.

Vor der Entscheidung berieten zunächst Kirchenvorstand und Pfarreirat. „In einer wertschätzenden Atmosphäre wurden die jeweiligen Argumente für bzw. gegen den Standort Pfarrhaus sowie den Standort Kirchplatz ausgetauscht“, so Pfarrer Peters, der sich bei allen Teilnehmern für die „gute Diskussion“ bedankte. Dabei sei es um Argumente gegangen, die in der Gemeindeversammlung oder in direkter Ansprache der Gremienvertreter vorgetragen wurden.

„Wir haben die Sachargumente für die jeweiligen Lösungen bei unserer Betrachtung in den Mittelpunkt gestellt“, sagte Franz-Hermann Lürken. Dabei sei auch genug Raum geblieben, die individuellen Interessen und Bedürfnisse vorzutragen.

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Im Anschluss an die Beratung der beiden Gremien schloss sich eine Kirchenvorstandssitzung an. „Hier wurde deutlich, dass beide Standorte klare Vorteile, aber auch klare Nachteile haben. Die elf stimmberechtigten Kirchenvorstandsmitglieder haben dann für sich die verschiedenen Interessen und Argumente, die aus der Gemeinde kamen, abgewogen“, so Franz-Hermann Lürken, der als beratender Pfarreiratsvertreter an der Kirchenvorstandssitzung ohne Stimmrecht teilgenommen hat.

Diese Argumente wurden abgewogen

Abgewogen wurden laut Pressemitteilung des Pfarrbüros folgende Argumente: Nachhaltigkeit der Entscheidung, seelsorgerische Aspekte, optische Wirkung und Denkmalschutz, Raumzuschnitt und Gesamtgröße, Lagermöglichkeiten, Erschließung und Verkehr sowie die aktuellen wie zukünftigen Nutzeranforderungen.

„Die Entscheidung ist am Ende niemandem leichtgefallen und der Druck auf den Kirchenvorstand war nicht unerheblich. Bei allen Mitgliedern habe ich aber gespürt, dass es ihnen um die Sache ging – ein gutes Gemeindehaus für die nächsten Jahrzehnte am Standort in Alt-Wulfen zu haben“, betonte Peters.

Dem Kirchenvorstand sei dabei bewusst, dass auch durch die beste Partizipationsarchitektur wegen widerstreitender Interessen am Ende nicht alle Belange und Wünsche erfüllt werden könnten. Franz-Hermann Lürken: „Aber die Argumente hatten ausreichend Raum und Zeit, um abgewogen zu werden. Der Kirchenvorstand hat diese Argumente berücksichtigt und am Ende seinem Gewissen folgend entschieden. Dabei hat er nicht gegen Menschen entschieden, deren Argumenten er nicht gefolgt ist. Er hat sich für andere Argumente entschieden.“

Nach weiteren Überlegungen soll noch in 2020 mit der Planung begonnen werden.

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