Neues Verkehrschaos in der Altstadt

Kein Linksabbieger am Ostwall

Alles sollte besser werden auf den Straßen der Innenstadt. Doch am Samstagmorgen setzte sich das Verkehrschaos fort. Weil kurzfristig die Verkehrsführung geändert wurde. Die Kaufleute sind vor dem Lichterfest in Sorge.

Dorsten

, 05.11.2016, 14:51 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das Ordnungsamt hat am Freitagnachmittag "auf dringendes Anraten der Polizei" kurzfristig entschieden, die Linksabbiegerspur vom Ostwall in den Westwall zu sperren. Es habe dort "mehrere gefährliche Situationen" gegeben, hieß es, weil der Gegenverkehr stadteinwärts die Ampel missachtet und bei "Rot" einfach weitergefahren sei.

Nun müssen Autofahrer, die von Süden kommen, geradeaus über die Brücken in Richtung Gemeindedreieck fahren. Zum Westwall und beispielsweise dem Mercaden-Parkhaus kommen sie nicht. Nicht nur für die Händler in dem Einkaufszentrum, sondern für alle Kaufleute in der Altstadt sei dies "eine Katastrophe", sagte Thomas Hein, Vorsitzender der Kaufmannschaft, am Samstag genervt und nach einem Telefonat mit Bürgermeister Tobias Stockhoff.

Öffentlichkeit nicht informiert

Weder die Öffentlichkeit noch die Interessengemeinschaft Altstadt wurde über die neue Verkehrsführung am Ostwall informiert. Vielmehr hatte die Stadtverwaltung am Freitag erklärt, dass die Situation in der Gegenrichtung, also stadteinwärts über die Brücken, entschärft worden sei. Dort war es in den letzten Tagen zu Staus und erheblichen Wartezeiten gekommen. Aber auch am Samstag knubbelte es sich hier.

Jetzt lesen

Für Thomas Hein und seine Kollegen in der Altstadt ist der Zeitpunkt "sehr unglücklich" gewählt. Er könne natürlich nachvollziehen, dass Empfehlungen der Polizei Folge geleistet werde, "aber am Sonntag ist unser Lichterfest und verkaufsoffener Sonntag." Die Händler fürchten nun, dass viele Kunden am Sonntag einen großen Bogen um die Altstadt machen.

Der Autor informiert jeden Morgen per E-Mail über die Nachrichtenlage in Dorsten und Umgebung.

Lesen Sie jetzt
Ruhr Nachrichten Ehrenamtlicher Ordnungsdienst

Bürgermeister Tobias Stockhoff erklärt seine Idee eines „ehrenamtlichen Ordnungsdienstes“