Die Polizei konnte die angeblichen Spendensammler in ihrem Audi auf der Borkener Straße anhalten und überprüfen. © privat
Meinung

Nicht jammern, sondern handeln: Wie Zivilcourage sich bezahlt macht

Alle reden von Haltung. Haltung ist nichts anderes, als Rückgrat zu beweisen. Ein Dorstener hat das in einem Betrugsfall getan. Ein Beispiel, wann Zivilcourage angemessen und richtig ist.

Ein Dorstener hat einem mutmaßlichen Betrüger seine Grenzen gezeigt. Wie so oft in der Vorweihnachtszeit schwärmen angebliche Spendensammler aus, um Gutgläubige um ihr Geld zu erleichtern. Dabei bedienen sie sich vielfach derselben Masche.

Mit einem Klemmbrett unterm Arm nähern sie sich vor Einkaufszentren und Supermärkten ahnungslosen Mitmenschen und lügen das Blaue vom Himmel herunter, um Geld in ihre eigene Tasche zu wirtschaften. Wohlgemerkt: Hier handelt es sich um Betrüger. Die geben vor, für eine Wohltätigkeitsorganisation tätig zu sein. Weder haben sie einen amtlichen Spendensammlerausweis noch einen Infostand, den sie vorher bei den Behörden angemeldet haben.

In so einem Fall hat ein Dorstener nun Mut bewiesen und energisch dafür gesorgt, dass eine Gruppe von der Polizei geschnappt worden ist. Der Mann hat alles richtig gemacht: Er hat den mutmaßlichen Betrüger nicht eigenhändig gestellt, sondern ist ihm im gebührenden Abstand gefolgt.

Vorher hat er die Polizei über Notruf eingeschaltet und auf dem Laufenden gehalten, in welche Richtung der Betrugsverdächtige mit dem Auto und seinen mutmaßlichen Komplizen unterwegs ist. Die Beamten brauchten den Wagen nur noch anzuhalten und ihres Amtes zu walten. Die Tatverdächtigen haben eine Strafanzeige kassiert. Den Rest erledigen nun Staatsanwaltschaft und Gericht.

Über die Autorin
Redaktion Dorsten
Seit 20 Jahren als Lokalredakteurin in Dorsten tätig. Immer ein offenes Ohr für die Menschen in dieser Stadt, die nicht meine Geburtsstadt ist. Das ist Essen. Ehefrau, dreifache Mutter, zweifache Oma. Konfliktfähig und meinungsfreudig. Wichtige Kriterien für meine Arbeit als Lokalreporterin. Das kommt nicht immer gut an. Muss es auch nicht. Die Leser und ihre Anliegen sind mir wichtig.
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Claudia Engel

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