Coronavirus

Notbremse könnte bei Supermärkten für Schlangen und Schließungen sorgen

Die Notbremse hat auch Auswirkungen auf Lebensmittelmärkte. Sie dürfen nur halb so viele Menschen in die Läden lassen. Ralf Honsel befürchtet, dass das vor den Feiertagen für Probleme sorgt.
Ralf Honsel rechnet in diesem Jahr mit mehr Andrang in seinen Supermärkten als sonst zu Weihnachten. Er wird unter anderem die Öffnungszeiten der Frischetheke ausweiten. © Guido Bludau

Julia Schlotmann-Honsel und Ralf Honsel von Edeka Honsel bitten, „sicher auch im Namen unserer Kollegen“, dass zu Hauptzeiten (täglich zwischen 10-13 Uhr sowie 15-18 Uhr) nur Einzelpersonen zum Einkaufen kommen. Mütter mit Kind werden als eine Person gezählt. „Wir bitten alle Kunden, möglichst vor 10 Uhr oder nach 18 Uhr einzukaufen, wo immer dies möglich ist.“ Montags bis donnerstags auch mittags zwischen 13 und 15 Uhr.

Gerade in der kommenden Feiertagswoche könne es zu vorübergehenden Schließungen kommen, wenn die zulässige Personenanzahl überschritten werde. Am Freitag vor dem 1. Mai erwarten Julia Schlotmann-Honsel und Ralf Honsel, dass es besonders nachmittags sehr voll wird. Kunden sollten Einkäufe möglichst frühzeitig planen und die langen Öffnungszeiten maximal auszunutzen.

Märkte werden früher geschlossen

Die Ausgangssperre sorgt allerdings für kleine Änderungen: „Aufgrund der nächtlichen Ausgangssperre müssen wir unsere Standorte Hervest und Holsterhausen bereits früher um 21.45 Uhr schließen. Nur so können alle Kunden bis 22 Uhr wieder zuhause sein. Unsere Mitarbeiter, die teilweise vor 5 Uhr morgens und nach 22 Uhr abends auf dem Weg zur/von der Arbeit sind, erhalten wie im Gesetz vorgesehen Bescheinigungen für eventuelle Kontrollen.“

Bislang seien die Kunden bis auf wenige Ausnahmen gut mit der Situation umgegangen. Julia Schlotmann-Honsel und Ralf Honsel bitten darum, „dass Mitarbeiter und Wachdienste nicht persönlich angegangen werden, wenn sie gesetzliche Auflagen umsetzen müssen.“