Nur 200 Karten gab´s für das Feldmärker Oktoberfest

Viele Interessenten verärgert

Der Kartenverkauf für das Oktoberfest der Feldmärker Schützen hat begonnen. Die meisten interessierten Nicht-Mitglieder gingen jedoch beim Versuch, Karten zu ergattern, leer aus. Der Grund: Die Schützen hatten die Möglichkeit, Karten vorzubestellen. Lediglich 200 Karten gingen in den öffentlichen Verkauf.

DORSTEN

von Von Michael Klein

, 08.09.2011, 13:56 Uhr / Lesedauer: 2 min
Lange Schlangen schon um 6.30 Uhr, beim Vorverkauf der Karten für das Oktoberfest. Am Gartencenter Rexfort an der Bochumer Straße bekamen nur die Frühaufsteher noch jeweils zwei Eintrittskarten.

Lange Schlangen schon um 6.30 Uhr, beim Vorverkauf der Karten für das Oktoberfest. Am Gartencenter Rexfort an der Bochumer Straße bekamen nur die Frühaufsteher noch jeweils zwei Eintrittskarten.

Grund: Es waren insgesamt nur noch 200 Rest-Karten für die Veranstaltung in den freien Verkauf gegeben worden. 3000 Leute passen jedoch in das Festzelt, in dem am Samstag , 8. Oktober, die bayrische Partyband „Münchner G`schichten“ für zünftige Stimmung sorgen wird. Die übrigen 2800 Karten hatten in den vergangenen Wochen bereits die Mitglieder des Schützenvereins erhalten. Dass es diese Möglichkeit der Vorbestellung gab, hatte die Schützen-Führung jedoch nur in der Vereins-Zeitschrift „Der Feldmärker“ angekündigt. Auf der Facebook-Seite der Feldmärker Schützen im Internet hat diese Vorgehensweise zu geharnischten Protesten geführt. Nicht-Mitglieder bezeichneten es als „Frechheit“ oder „Volksverdummung“, dass die Schützen-Mitglieder „bevorzugt“ und die anderen darüber „im Dunkeln gelassen“ wurden. Klaus Gievert, Geschäftsführer der Feldmärker Schützen, findet es „schade“, dass so viele Dorstener draußen bleiben müssen. „Wir haben nur 3000 Plätze und hätten locker 10000 Karten verkaufen können, obwohl wir keine Werbung gemacht haben.“

Er warb aber um Verständnis für die Maßnahme: „Im vergangenen Jahr haben sich unsere Mitglieder beschwert, dass sie keine Karten bekommen hatten, weil das Oktoberfest so schnell ausverkauft war.“ Deswegen konnte nun jeder Feldmärker Schütze vier Karten vorbestellen. „Von den 800 Mitgliedern haben 700 davon Gebrauch gemacht.“ Der Schützen-Vorsitzende Dieter Dreckmann hat gestern die Namen derjenigen notiert, die keine Karten bekommen hatten. „Vielleicht geben unsere Mitglieder ja ein paar zurück, weil jemand nicht kommen kann.“ Außenstehende glauben aber nicht daran: Wer Karten übrig hat, verkauft sie an Freunde und Bekannte oder, wie bereits im Vorjahr geschehen, zu überhöhten Schwarzmarkt-Preisen vor dem Festzelt.

Klaus Gievert kündigt an, dass sich der Verein nach dem Oktoberfest darüber Gedanken macht, wie die künftige Organisation des Festes aussehen wird. Ein noch größeres Zelt schließt er eher aus, nicht aber, dass das Oktoberfest künftig zwei Tage dauert. „Dazu müssen dann aber die unmittelbaren Nachbarn des Festzelts ihre Zustimmung geben.“

Lesen Sie jetzt