Obstbäume stehen symbolisch für die Revier-Kultur

DORSTEN Den Gahlenschen Kohlenweg, den Transportweg der Kohle, künstlerisch wiederzubeleben und noch dazu den Wandel des Ruhrgebiets zu verkörpern, das war die Idee. Am Samstag wurde in Altendorf-Ulfkotte ein Teil-Projekt dafür umgesetzt.

von Von Anne Schwenzfeier

, 30.11.2008, 18:31 Uhr / Lesedauer: 1 min

53 Apfelbaumsorten wurden symbolisch für jede Gemeinde des Ruhrgebiets lagetreu auf einer zwei Hektar großen Streuobstwiese mit dem Grundriss des Ruhrgebiets eingepflanzt. Die einzelnen Fußgängerwege wurden maßstabsgetreu entlang der Flussverläufe angelegt und auch der Gahlensche Kohlenweg von Dorsten über Gelsenkirchen bis nach Hattingen ist durch zwei Infotafeln und Sitzbänke gekennzeichnet. Ein Walnussbaum am Eingang des Gartens und repräsentiert die Gemeinschaft des Ruhrgebiets.

"Dieser Kulturgarten ist ein Zeichen der Verbundenheit und des Zusammenhalts des Ruhrgebiets, aber auch des Wandels.", sagt Angelika Krumat vom Verein Virtuell Visuell e.V. Dorsten. Sie hat das Projekt maßgeblich vorangetrieben.

"Unser Ziel war es den Wandel der Landwirtschaft über den Bergbau und der Industrie bis hin zur Kulturmetropole sichtbar und erfahrbar zu machen", erklärt sie. Dies ist in jedem Fall gelungen, sichtbar durch die zahlreichen Besucher, Paten und besonders der offiziellen Vertreter der 53 Gemeinden, welche sich gemeinsam ans Werk machten ihre Apfelbäume zu pflanzen.

"Wir kommen ursprünglich aus Dinslaken und Duisburg.", erklärt Kirsten Lattasch. Sie hat sich zusammen mit ihrem Mann auch dafür entschieden, zwei Bäume zu kaufen. "Wir dachten uns, dass das auch ein gutes Weihnachtsgeschenk für die Großeltern sei und zusammen mit unseren Kindern wird das nun zu einem richtigen Erlebnis", sagt sie.

Zusammen mit ihrem Vertreter Thomas Pieperhoff aus Dinslaken pflanzten sie den Baum und hatten es auch bald geschafft: Ihr Baum die Freundenberger Schlossrenette stand.

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