Obwohl die Spendenaktion beendet ist, wollen Dorstener Max weiter helfen

rnHoffnung für Maximilian

Die Spendenaktion der Caritas für den schwerkranken Max ist beendet. In Dorsten wollen aber immer noch Menschen helfen. Die Aktionen laufen bei einer Bäckerei und der Agatha-Grundschule.

Dorsten

, 12.11.2020, 13:45 Uhr / Lesedauer: 1 min

Mitte September bat die Caritas Dorsten um Spenden für Maximilian (6). Der Junge ist an einem inoperablen Hirntumor erkrankt, lebensverlängernde und -erleichternde Medikamente wollte die Krankenkasse nicht bezahlen, deshalb startete der Wohlfahrtsverband die Spendenaktion „Hoffnung für Maximilian“.

Die Spendenbereitschaft überwältigte die Familie. Deshalb und weil die Krankenkasse nach einer Einzelfallentscheidung doch die Kosten trägt, wurde die Aktion Ende Oktober eingestellt. Mehr als 100.000 Euro sind auf das Konto in der Zeit eingegangen.

Die Spenden sind sachgebunden. Von Anfang an war klar, dass überschüssiges Geld an das Kinderhospiz geht.

Bewegung für Max: Damit sein Traum wird

Die St.-Agatha-Grundschule, die Max eigentlich ab vergangenem Sommer hätte besuchen sollen, hat sich nun eine ganz besondere Spendenaktion einfallen lassen. „Wir würden gerne etwas anderes fördern“, so Schulleiter Herbert Rentmeister. Statt Geld für medizinische Behandlungen zu sammeln, wollen sie der Familie Wünsche ermöglichen. „Max möchte so gerne noch mal das Meer sehen“, weiß Rentmeister. „Wir würden gerne etwas zu einem Familienurlaub beisteuern.“

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Dafür läuft an der Grundschule momentan ein Corona-konformer Bewegungsmarathon. „Als katholische Bekenntnisschule war uns schon im Sommer klar, dass wir für die Sankt-Martins-Woche eine Aktion gestalten wollten.“

Auf dem Jahnsportplatz und in der Turnhalle absolvieren die Kinder nun verschiedene Aufgaben. Pro Einheit gibt es ein Gummiband. Die Schüler haben zuvor Sponsoren in der Familie gesucht, die pro Gummiband einen selbst gewählten, kleinen Betrag spenden.

Spenden für die Familie

„Max ist vielen Kindern hier ein Begriff“, erzählt der Lehrer. Einige kennen ihn aus der gemeinsamen Kindergarten-Zeit. Die Spenden wird die Schule gesammelt an die Caritas übergeben.

Sie machten die Büsch-Spendenaktion zu einem vollen Erfolg (v.l.): Annett Swoboda, Margit Gies, Norbert Büsch (alle Handwerksbäckerei Büsch), Maximilian Kaluzna, Iwona Kaluzna, Diana Kittel (Büsch) und Sabine Cremer (Leiterin Fachbereich Gemeindecaritas).

Sie machten die Büsch-Spendenaktion zu einem vollen Erfolg (v.l.): Annett Swoboda, Margit Gies, Norbert Büsch (alle Handwerksbäckerei Büsch), Maximilian Kaluzna, Iwona Kaluzna, Diana Kittel (Büsch) und Sabine Cremer (Leiterin Fachbereich Gemeindecaritas). © Baum-Kommunikation

Die drei Dorstener Filialen der Bäckerei Büsch spendeten ab einem Einkaufswert von 4,50 Euro 50 Cent für Max. Da die Krankenkasse die Medikamente nun bezahlt, beendete die Handwerksbäckerei die Aktion vorzeitig. Norbert Büsch übergab die 4.843 Euro nun persönlich an Maximilian und seine Mutter, Iwona Kaluzna, zur familiären Unterstützung.

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