Oma (71) und Enkelin (7) schreiben Aufklärungsbroschüre zu Corona

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Was ist dieses Corona und wann darf ich wieder Freunde treffen? Fragen, die Kinder während des Lockdowns beschäftigt haben. Eine Lembecker Oma und ihre Enkelin haben die Zeit damals genutzt.

Lembeck

, 11.08.2020, 14:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ist es überhaupt bei manchen Menschen angekommen, dass immer noch die Wahrscheinlichkeit besteht, sich mit dem Coronavirus zu infizieren? Diese Frage stellt sich Monika Hönscher-Sickert immer, wenn sie Menschen sieht, „die jetzt schon wieder so tun, als wäre Corona schon vorbei“.

Die 71-jährige Lembeckerin schlägt vor, dass diese Personen sich ein Beispiel an Kindern nehmen: „Die befolgen die Corona-Regeln bedingungslos, weil sie nicht wollen, dass die Schulen wieder schließen und sie möglicherweise wieder zu Hause bleiben müssen wie zu Beginn der Pandemie.“

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Dabei hatten und haben gerade Kinder viele Fragen rund um das neuartige Virus: Wer oder was ist Corona? Warum will es die Menschen krank machen? Warum müssen alle zu Hause bleiben? Wann darf ich wieder mit Freunden spielen und in die Schule gehen?

„Gefährlich, aber nicht unbesiegbar“

Fragen, die auch Monika Hönscher-Sickerts Enkelin Siva (7) während des Lockdowns im Frühjahr gestellt hat. Das brachte Oma auf die Idee, gemeinsam mit ihrer Enkelin eine Aufklärungsbroschüre zu gestalten: „Durch die gemeinsam erarbeitete Geschichte weiß Siva jetzt, dass Corona zwar gefährlich, aber nicht unbesiegbar ist, wenn sich die Menschen mit den entsprechenden Verhaltensregeln vor dem gefürchteten Virus schützen können“, so Hönscher-Sickert.

Handlungsempfehlungen und Verhaltensregeln sind in der Broschüre kindgerecht aufbereitet und erklärt.

Handlungsempfehlungen und Verhaltensregeln sind in der Broschüre kindgerecht aufbereitet und erklärt. © Robert Wojtasik

In der knapp 30 Seiten starken Broschüre mit dem Titel „Den Krankmacher-Monstern auf der Spur - Kinder im Einsatz“ nehmen es Kinder mit „Virius“ auf. In kindgerechter Sprache und mit Cartoons wird zunächst Virius‘ Plan geschildert und dann, was man dagegen tun kann: „Virus hasst Abstand halten“; „Virius kann Masken nicht ausstehen“; „Virius ist sauer, wenn Menschen ihre Hände waschen“.

10.000 Exemplare für Schulen und Kitas

Weil ihre Enkelin auf diese Weise ihre Angst verloren und es ihr persönlich viel Spaß gemacht habe, hat Monika Hönscher-Sickert 10.000 Exemplare der Aufklärungsbroschüre mit dem Titel „Den Krankmacher-Monstern auf der Spur“ drucken lassen und möchte sie auch anderen Kindern über Kitas, Schulen und andere Einrichtungen im Raum Dorsten, Reken und Borken kostenlos zur Verfügung stellen. Interessierte können per E-Mail an info@unimedicos.de Kontakt aufnehmen.

Weil Enkelin Siva es nach eigener Aussage „blöd und langweilig“ findet, sich 30 Sekunden lang die Hände zu waschen, arbeitet Monika Hönscher-Sickert schon am nächsten Projekt: Die Rentnerin, die sich im Laufe ihres Berufslebens mit Hautgesundheit beschäftigt hat, entwickelt eine pflanzliche Seife, deren Schaum während des Waschvorgangs die Farbe wechselt. „So wird das Händewaschen Spaß machen“, ist Hönscher-Sickert überzeugt.

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