Parkplatz wurde zum Museum

11.07.2007, 17:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Gahlen Sie kommen mit ihren Motorrad-Oldies aus dem gesamten niederrheinisch-westfälischen Grenzgebiet und dem nahen Ruhrgebiet, wenn Wilhelm Romswinkel zur traditionellen Krauchtour einlädt. Auch zur achten Tour hatten die Fahrer ihre lieb gewonnenen Fahrzeuge fein herausgeputzt. Auf dem Parkplatz des Östricher "Flora-Park" wurden vor dem Start erst einmal die Motorräder und Mopeds der anderen begutachtet. Wilhelm Romswinkels "NSU-Fox" aus dem Jahre 1952 gehörte zu jenem Fahrzeugtyp, der das Ende der kleinen Motorräder einläutete. Das älteste Fahrzeug steuerte der Duisburger Gerrit Zilse.

Genau 50 Jahre alt war die "DKW Hummel" des Dammers Herbert Schwiening. Bis auf eine neue Zündspule zeigte das Fahrzeug noch den Originalzustand. Ein seltenes Exemplar bekamen die Schaulustigen am "Flora-Park" zu sehen; von der "Vaterland", Baujahr 1954, des Dorsteners Michael Fuhrmann wurde in der Bielefelder Fahrradfirma nur ein paar Exemplare hergestellt.

Beim Rundgang über den Parkplatz bot sich den Zuschauern ein richtiges Open-Air-Museum der Motorradgeschichte. Dazu gehörte auch Ingo Vogelers "Kreidler-Florett" aus dem Jahre 1965. Das von der Firma Kabel-Kreidler hergestellte Motorrad erreichte mit seinen 4,2 PS immerhin die Höchstgeschwindigkeit 70 km/h, war eigentlich für die Krauchtour viel zu schnell und konnte die "Zündapp", Baujahr 1974, des Schermbeckers Dirk Schrader unterwegs spielend hinter sich lassen. Die Schermbeckerin Brigitte Berger hatte ihrem Mann eine "Vespa" aus dem Jahre 1978 ausgeliehen, weil seine eigene 98er-"NSU" noch nicht fahrbereit war.

Vor dem Start erlebten die Teilnehmer noch eine Überraschung. Als Zuschauer fuhr der Hünxer Herbert Bleckmann mit einer "Triumph" aus dem Jahre 1924 vor. Von Östrich aus fuhren die "Kraucher" über Holsterhausen und Schermbeck nach Erle. Von dort ging es weiter nach Marienthal und Hamminkeln, wo sich Fahrer und Motorrad-Oldtimer im Landcafé Hegemannhof erst einmal erholen konnten. H.Sch.

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