Per Handschlag eröffnet

Schermbeck Im Festzelt der Altschermbecker Kiliangilde an der Freudenbergstraße eröffneten beide Kiliangilden am Samstag das bedeutendste Volksfest der Gemeinde Schermbeck.

15.07.2007, 17:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für die Schermbecker Kilianer, die in diesem Jahr auf ihr mindestens 405-jähriges Bestehen zurückschauen können, begann das fünftägige Volksfest bereits am Freitag mit dem Eröffnungsball. Die Top-40-Band "Casablanca" hielt die Gäste bis lange nach Mitternacht bei guter Laune. 90 Minuten lang begeisterte zwischendurch der Dinslakener Starsänger Michael Wendler die Besucher.

Ehre erwiesen

Am späten Samstagnachmittag versammelten sich die Kilianer am Ehrenmal neben dem Rathaus. Reiterzug, Offiziere, Vorstand, Jungschützen, Schützen, Schüppenschützen und die Feuerwehr standen im weiten Karree, als der Männergesangverein "Eintracht" mit dem "Heilig ist der Herr" und "Friede sei dieser Welt beschieden" die Rede des Vorstandsmitglieds Hermann Vengels vorbereitete.

Vengels schloss in seine Betrachtungen die verstorben Kiliner Michael Strenger, Dieter Schulte-Drevenack und Wilhelm Hülsmann in besonderer Weise ein, bevor er einen Kranz am Ehrenmal niederlegte, während die Stadtkapelle Ahaus das Lied vom guten Kameraden erklingen ließ.

Das von Michael Knaak geleitete Tambourkorps Schermbeck begleitete eine kleine Abordnung der Kilianer über die mit grün-weißen Fähnchengirlanden und frischen Birkenreisigen geschmückte Mittelstraße in den Nachbarstaat, wo sie vom neuen Präsidenten Andreas Hülsdünker im Beisein des Ehrenvorsitzenden und Bürgermeisters Ernst-Christoph Grüter, des Ehrenoberst Hermann Höller und der Pastorin Helma Pontkees begrüßt wurden. Hülsdünker dankte dem Löschzug Schermbeck, der in diesem Jahr die Tradition des Besuches in Altschermbeck wieder aufleben ließ.

Neuer Unterstand

Viel Lob gab es für die Sponsoren, die dazu beigetragen hatten, dass ein neuer Unterstand auf der Vogelrute bei Große-Ruiken realisiert werden konnte.

"Möge Kilian wieder für Ordnung, Einigkeit und Frohsinn stehen!", wünschte Hülsdünker, bevor er per Handschlag mit dem Schermbecker Vizepräsidenten Gerd Nuyken das gemeinsame Fest eröffnete. Während des eineinhalbstündigen Aufenthaltes in Altschermbeck unterhielten die Blaskapelle "Einklang" und das Tambourkoprs Schermbeck die Gäste.

Über beide gut besuchten Kirmesplätze zogen die Schermbecker Kilianer zurück ins eigene Festzelt am Rathaus. "Kilian muss weitergehen!", stellte Bürgermeister Grüter fest und sprach den Kilianern angesichts des Todes ihres Schützenkönigs Wilhelm Hülsmann seinen Respekt dafür aus, "wie Sie mit der schwierigen Situation umgegangen sind." Die Worte des Bürgermeisters wurden mit starkem Beifall der Gäste quittiert.

Großer Zapfenstreich

Feierlich wurde es im Festzelt, als Oberst Wolfgang Lensing den Befehl zum "Großen Zapfenstreich" gab, der mit dem gemeinsamen Gesang der Nationalhymne endete. Danach luden die Band "Casablanca" und die Stadtkapelle Ahaus zum Festball ein. H.Sch.

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