Personalmangel: Weniger Raser und Falschparker erwischt

Bilanz 2016

Die Stadt hat im vergangenen Jahr deutlich weniger Falschparker und Raser erwischt als in den Vorjahren. Grund waren vor allem Personalprobleme im Ordnungsamt, heißt es von der Pressestelle.

Dorsten

, 24.01.2017, 14:06 Uhr / Lesedauer: 1 min

"Aufgrund mehrerer Krankheitsfälle war die ohnehin schon kleine Mannschaft im Ordnungsamt dermaßen reduziert, dass die Jagd auf Verkehrssünder oftmals abgeblasen werden musste", bestätigte der stellvertretende Pressesprecher der Stadt, Ludger Böhne auf Anfrage. 308.465 Euro kassierte die Stadt 2016, das sind rund 12.000 Euro weniger als in den Vorjahren. Die "Knöllchen- und Blitzer-Bilanz" ist schon seit 2013 deutlich rückläufig. Damals kassierte die Stadt binnen zwölf Monaten fast 391.000 Euro.

Autos abgeschleppt

8409 Parksündern stellten die städtischen Politessen ein Knöllchen aus. Fast jeder Sechste zahlte das Verwarnungsgeld nicht und bekam dafür einen (teureren) Bußgeldbescheid. Zehn Autos wurden sofort abgeschleppt, weil sie im Weg standen oder zum Beispiel einen Rettungsweg versperrten.

7497 Raser tappten auf Dorstens Straßen in die Radarfalle. 190 von ihnen waren so flott unterwegs, dass sie gleich ein Bußgeld bekamen. Weitere 504 Autofahrer wollten das Verwarnungsgeld nicht bezahlen und bekamen einen "Aufschlag". Allerdings: Nur acht Autofahrern wurde im letzten Jahr ein Fahrverbot auferlegt, im Jahr davor waren es 16. Besonderheit in diesem Zusammenhang: Den Radarwagen teilt sich Dorsten mit der Nachbarstadt Gladbeck.

Auch nachts wurde geblitzt

Zum ersten Mal blitzte die Besatzung im letzten Jahr auch nachts - und das an manchen Stellen durchaus erfolgreich. Ob es eine Wiederholung gibt? "Das ist noch nicht entschieden", so Böhne. Auch da dürfte die personelle Besetzung des Ordnungsamtes eine entscheidende Rolle spielen. Es steht ja zudem seit Jahresbeginn unter kommissarischer Leitung, weil Beatrix Real die Stadtverwaltung auf eigenen Wunsch verlassen hat.

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